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Das Hausgemeinschaftsmodell steht für die vierte Generation der Pflegeheime in Deutschland: Weg vom Anstaltscharakter hin zu kleinen Wohngruppen mit acht bis zwölf Bewohnern, die Sicherheit, Vertrautheit und Nähe zum gewohnten Alltag bieten.
Kern des Hausgemeinschaftsmodells ist die Aufhebung der personellen und räumlichen Trennung zwischen den Bereichen Hauswirtschaft, Pflege und sozialer Betreuung. Der Leitgedanke ist, dass alte Menschen Geborgenheit und Normalität erleben. Pflege und Betreuung sind unterstützende Maßnahmen zur selbständigen Lebensgestaltung.
Das Ziel von Hausgemeinschaften liegt darin, einen normalen, vertrauten, routinierten Alltag in den „eigenen vier Wänden“ gemeinsam zu gestalten und umzusetzen. Dieser Alltag unterscheidet sich nicht sonderlich vom normalen Alltag in größeren Familien. Es dreht sich viel um die Essens- und Haushaltsversorgung und alles was damit vorher und nachher zusammenhängt.
Jeder Wohnbereich verfügt über eine eigene Wohnküche. Diese ist rollstuhlgerecht und bedienerfreundlich, der offene Küchenteil animiert zum Mitmachen.
Im Mittelpunkt der Organisation der Wohngruppe steht eine Präsenzkraft. Sie plant als Alltagsmanager den Alltag mit den Bewohnern.
Das Hausgemeinschaftsmodell bedeutet einen Paradigmenwechsel: von der Pflege hin zu gesteigerter Wohn- und Lebensqualität.
Zur Sicherheit und Vertrautheit gewährenden Wohngruppe gehört aber auf der anderen Seite auch, dass das gesamte Haus offen steht für bürgerschaftliches Engagement: Ehrenamtliche bereichern die Lebensqualität der Bewohner! Unter diesem Motto ist auch die Gemeinde Teil der Hausgemeinschaft.






