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Schnell, kurz und schmerzlos zu sterben, ist der Wunsch der meisten und die Wirklichkeit der wenigsten Menschen. Denn weil die meisten Menschen an Krankheiten sterben, wissen sie zwar um ihren kommenden Tod, wollen dies jedoch oft nicht wahrhaben. Die Hospizidee ist die Antwort auf die große Lücke, die zwischen den Wünschen der Menschen und der Realität besteht. Denn bewusst und begleitet zu sterben, ist möglich.
"Auch schwerstkranke Menschen können mit Hilfe wirksamer Schmerztherapie und moderner Palliativmedizin bis zuletzt ein erträgliches Leben führen, wenn wir für sie da sind, ihnen Hoffnung geben und sie nicht allein lassen. Hospizarbeit und Palliativmedizin setzen so neue Maßstäbe für die Betreuung und Versorgung schwerstkranker Menschen und ihrer Angehörigen."
(Prof. Dr. med. Dr. h. c. Carsten Vilmar, ehem. Präsident der Bundesärztekammer und des deutschen Ärztetages)
Die stationäre Hospizarbeit begleitet umfassend schwerstkranke und sterbende Menschen, die keiner Krankenhausbehandlung mehr bedürfen, für die aber eine ambulante Versorgung im Haushalt oder in der Familie nicht möglich ist. Stationäre Hospize bieten eine medizinisch-pflegerische, psychosoziale und seelsorgliche Begleitung der Kranken rund um die Uhr.
Der medizinische Schwerpunkt ist palliativ, nicht kurativ: Palliativmedizin, eine moderne Form der Schmerztherapie, ist die Behandlung von Patienten mit einer fortgeschrittenen, permanent fortschreitenden Erkrankung. Sie sorgt für Schmerzlinderung und Linderung der Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Darmstillstand. Hauptziel der Behandlung ist die Erhaltung maximal möglicher Lebensqualität.
Die Hospizarbeit zielt vor allem auf Fürsorge und lindernde Hilfe, nicht auf lebensverlängernde Massnahmen. Diese lebensbejahende Grundidee schliesst aktive Sterbehilfe aus.
Grundsätze der Hospizarbeit
Für die konkrete Hospizarbeit ist das christliche Menschenbild die ethische Basis:
1. Der Hospizpatient bestimmt soweit möglich selbst seine Behandlung und Betreuung.
2. Selbstbestimmung des Patienten und sein Schutz vor Willkür und Kostendruck stehen oftmals in einem Spannungsfeld. Die Hospizidee will sie in Einklang bringen.
3. Der ganzheitliche Ansatz umfasst körperliche, psychische, soziale und seelsorgliche Bedürfnisse des Sterbenden und auch der Angehörigen und Trauernden.
4. Die verschiedenen Professionen arbeiten ebenso wie haupt- und ehrenamtliche Helfer zum Wohl des Sterbenden Hand in Hand.
5. Im Zentrum der Therapie steht weitest gehende Schmerzfreiheit, d.h. moderne Palliativmedizin mit Symptomkontrolle.
6. Die Begleitung ist unabhängig von der sozialen oder materiellen Situation, dem religiösen Bekenntnis und der Herkunft des Sterbenden






