Pressemitteilung

Werkgemeinschaft Ehingen 07.03.2017
FSJ
Yannick "nah an den Menschen"

Im Freiwilligen Sozialen Jahr hilft Yannick Walter den Betreuten auf vielfältige Weise. Foto: Jürgen Emmenlauer/St. Elisabeth-Stiftung


EHINGEN/LAICHINGEN – Die St. Elisabeth-Stiftung mit Sitz in Bad Waldsee beschäftigt in ihren Einrichtungen rund 80 junge Menschen, die sich im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) oder eines Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi) engagieren. Einer von ihnen ist Yannick Walter. Er arbeitet seit kurzem in Werkstätten in Ehingen und Laichingen.

Der 19-jährige Yannick Walter aus Berghülen bei Laichingen hat 2015 am Blaubeurer Gymnasium sein allgemeinbildendes Abitur gemacht. Zum 1. Januar 2017 begann er sein FSJ in der Werkgemeinschaft Ehingen der St. Elisabeth-Stiftung, genauer gesagt beim Heggbacher Werkstattverbund. Es dauert für den Berghülener ein halbes Jahr. Er möchte nach seinem FSJ ein Studium der Biologie in Hamburg oder Berlin beginnen. In der Ehinger Werkgemeinschaft für seelisch kranke Menschen hat der FSJler viele verschiedene Aufgaben. „Ich unterstütze, wo ich gerade gebraucht werde“, erzählt der 19-Jährige. Er arbeitet in der Elektro-Montage mit. „Mal muss ich im Bus Leute wegfahren oder abholen. Ich bin auch manchmal zur Aufsicht in den verschiedenen Arbeitsgruppen eingeteilt Oder ich helfe zusammen mit den Beschäftigten ganz einfach beim Dekorieren des Speisesaals mit.“ Dem FSJler gefällt, dass es in der Werkgemeinschaft an der Ehinger Katharinasteige „weniger darum geht, Leistung zu bringen, sondern eher darum, überhaupt etwas zu arbeiten“. In dem „speziellen Arbeitsmarkt neben dem allgemeinen Arbeitsmarkt“ gebe es einen „schöner Umgang untereinander“, obwohl die Menschen so verschieden seien. „Mal hat einer 30 Jahre Berufserfahrung als Facharbeiter, mal hat jemand auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wegen seiner psychischen Erkrankung noch gar keine Erfahrung sammeln können“, beschreibt der junge Mann die Situation in der Werkgemeinschaft. Der FSJler interessiert sich für die verschiedenen seelischen Krankheitsbilder. „Ich frage die Beschäftigten manchmal nach ihrem Befinden“, sagt Walter. „Manche erzählen dann mal weniger, mal mehr von sich.“ In die Werkgemeinschaft Ehingen ist Walter durch Zufall gekommen. Weil er im vergangenen Jahr nach einem langen Urlaubsaufenthalt in Australien keinen Studienplatz bekommen hatte, nahm sich der Berghülener vor, die Zeit bis zur nächsten Bewerbung an den Universitäten mit einem FSJ zu überbrücken und „einfach mal einen sozialen Job auszuprobieren“. Für diesen bekommt er einschließlich Vesper- und Fahrgeld knapp 400 Euro monatlich. Die St. Elisabeth-Stiftung wird den jungen Mann nach einem Kursaufenthalt in Rot an der Rot bald in der Werkstatt Laichingen im dortigen Unterstützungszentrum einsetzen. „Dort gibt es nur eine Arbeitsgruppe, und ich werde neben Aufsicht und Montagearbeit auch bei der Essensausgabe helfen“, weiß Walter schon jetzt. Christina Lämmle, Ausbildungsverantwortliche in der Personalabteilung der St. Elisabeth-Stiftung, sagt, dass die FSJler und Bufdis sich für einen Dienst von sechs bis 18 Monaten verpflichten. Die Motivation dieser Beschäftigten ist meist, in einen sozialen Beruf hinein zu schnuppern oder – wie Yannick Walter – die Zeit bis zum Studienbeginn sinnvoll zu nutzen.  Außer im Heggbacher Werkstattverbund arbeiten diese jungen Menschen im Heggbacher Wohnverbund für Menschen mit Behinderungen, in den Bereichen Kinder, Jugend und Familie, in der Altenhilfe oder im Bereich Gesundheit und Entwicklung. Die Tätigkeiten der FSJler und Bufdis sind „nah an den Menschen“, betont Christina Lämmle. Wer sich für ein FSJ oder einen Bufdi interessiert, kann sich bei ihr unter der Telefonnummer 07524 906-206 melden.


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