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29.07.2024

Viel politisches Engagement

BAD WALDSEE – In diesen Tagen ist der 36-seitige Jahresbericht 2023 der St. Elisabeth-Stiftung erschienen: Die Stiftung mit Sitz in Bad Waldsee gibt darin vielfältige Einblicke in ihre Arbeit im vergangenen Jahr. 2.861 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmerten sich um 6.662 betreute Menschen. Neben einem intensivierten Austausch mit den politischen Entscheidungsträgern der Region standen die Eröffnung des Wohnparks St. Barbara in Riedlingen und die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes im Mittelpunkt. Der Jahresbericht blickt außerdem auf das Jordanbad Biberach, das die St. Elisabeth-Stiftung vor 20 Jahren nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wiedereröffnet hat.

Bildunterschrift: Vorstandssprecherin Andrea Thiele und Vorstand Matthias Stöckle präsentieren den diesjährigen Jahresbericht der St. Elisabeth-Stiftung. Foto: Simon Eitel/St. Elisabeth-Stiftung

In der politischen Kommunikation ging es zunächst um den Aufbau eines regionalen Netzwerkes mit Kontakten zu Landtags- und Bundestagsabgeordneten. Vorstandssprecherin Andrea Thiele platzierte die Positionen der St. Elisabeth-Stiftung, um die Veränderungsnotwendigkeiten im sozialen Bereich gezielt einzubringen. Was sich in der Folge mit Hilfe der politischen Entscheidungsträger bewegt hat und wie die Öffentlichkeit auf diese neue inhaltliche Arbeit reagiert, darüber gibt der Jahresbericht Auskunft. Vorstandssprecherin Andrea Thiele betont: „In den intensiven und immer wieder auch kontroversen Gesprächen mit Politikern haben wir viele Themen direkt angesprochen und eine stärkere Sensibilisierung für die Belange des Sozial- und Pflegebereichs erreicht“.
Modellprojekte gab es in der St. Elisabeth-Stiftung im vergangenen Jahr gleich mehrfach: Mit Palliative Care startete eine Innovation in mehreren Wohnparks. Dabei geht es um die palliative Versorgung der pflegebedürftigen Menschen in den Wohnparks durch Fachpersonal für mehr Lebensqualität in der letzten Lebensphase. Eine neue Betreuungsform erprobte die Sozialstation Gute Beth mit ihrer Seniorenbetreuung in Familien, einer Verhinderungspflege im Gasthaushalt. Der neue Jahresbericht informiert auch über TALIS, eine neue Wohnform für ältere Menschen, die im Wohnpark St. Barbara angeboten wird und zwischen Pflegeheim und Wohnen mit Service eine weitere Lebensform mit flexiblen Hilfen für weitestgehend selbstständige Seniorinnen und Senioren darstellt.
Seit gut einem Jahr gibt es das Hospiz Johannes in Sigmaringen. Der Jahresbericht zieht Bilanz und berichtet über Veranstaltungen und Spendenaktionen und gibt einen Ausblick auf das „Hospiz in der Mitte - Region Böblingen/Sindelfingen“ der St. Elisabeth-Stiftung, das in Böblingen Richtfest feierte. Thomas Radau, Bereichsleiter Hospize, machte deutlich: "Sterbebegleitung gehört mitten in die Gesellschaft". Die St. Elisabeth-Stiftung betreibt bereits sechs Hospize, in Böblingen ist die Eröffnung für 2025 geplant.
Auch das Personalmarketing war 2023 besonders gefordert: Fachkräftemangel auf der einen Seite, höhere Personalschlüssel durch das Bundesteilhabegesetz und neue Angebote auf der anderen Seite. Mit dem innovativen Pluspool, zunächst in der Altenhilfe und dann in der Behindertenhilfe, konnten Personalengpässe mit internen Fachkräften ausgeglichen und Kosten für teure Arbeitnehmerüberlassungen reduziert werden. Bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden ist die St. Elisabeth-Stiftung international aktiv. Der Jahresbericht stellt das internationale Recruiting und eine Kooperation mit einer Sprachschule in Indonesien vor.
1889 eröffneten die Franziskanerinnen von Reute im Jordanbad die erste ärztlich geleitete Kneipp-Kuranstalt. Das Jordanbad wurde im Jahr 2000 zusammen mit anderen Einrichtungen der Franziskanerinnen in die St. Elisabeth-Stiftung eingestiftet und im Jahr 2003 nach einer 15-monatigen Umbaumaßnahme wiedereröffnet. Seither hat sich das Jordanbad zu einem Gesundheitsstandort für alle entwickelt. Klassische und moderne Formen der Physiotherapie helfen Jung und Alt und werden von Gästen aus nah und fern geschätzt. Auch Krankenkassen arbeiten erfolgreich mit dem Jordanbad zusammen.
Der Bereich Kinder Jugend Familie freut sich über die neu gestartete Familienpflege im Landkreis Ravensburg. Mit der Familien- und Haushaltshilfe unterstützt die St. Elisabeth-Stiftung Familien, bei denen ein Elternteil durch eine Notsituation ausfällt oder stark eingeschränkt ist. Bereits in der Vergangenheit gehörte die Familienpflege über die Sozialstation St. Josef zur St. Elisabeth-Stiftung.
Die St. Elisabeth-Stiftung ist an den Instituten für soziale Berufe in Ravensburg und Stuttgart beteiligt, in denen der Nachwuchs für den Sozialbereich ausgebildet wird. Der Jahresbericht gibt Einblicke in die Arbeit der Bildungseinrichtungen und veranschaulicht, wie sich das Institut für soziale Berufe in Stuttgart auf die europäische Vernetzung mit dem Programm Erasmus+ vorbereitet und das Institut für Soziale Berufe in Ravensburg im Jahr 2023 sein 50-jähriges Bestehen gefeiert hat.
Weitere Informationen zum Jahresbericht und zur Arbeit der St. Elisabeth-Stiftung finden Sie unter: www.st-elisabeth-stiftung.de.

 

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