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08.06.2026

Restaurierte Denkmäler erstrahlen in neuem Glanz

Maselheim-Heggbach – Der restaurierte Nepomuk-Bildstock und das erneuerte Wegkreuz auf dem Gelände der ehemaligen Reichsabtei Heggbach wurden am 14. Mai, dem Fest Christi Himmelfahrt, im Rahmen einer Segnungsfeier wieder als sichtbare Zeichen gelebten Glaubens und gemeinschaftlicher Tradition ihrer Bestimmung übergeben.

Der restaurierten Nepomuk-Bildstocks erscheint im neuen Ganz auf dem Gelände der ehemaligen Reichsabtei Heggbach. Foto: St. Elisabeth-Stiftung

Feierliche Segnung in Heggbach

Zahlreiche Gläubige und Gäste nahmen an der Einweihungsfeier an Christi Himmelfahrt teil und brachten damit ihre enge Verbundenheit mit den historischen Glaubenszeugnissen zum Ausdruck. Der Auftakt der Segnungsfeier fand am Bildstock St. Nepomuk direkt an der Durchgangsstraße in Heggbach statt. Pfarrer Ludwig Hager nahm dort die Segnung vor. Gemeinsam mit den Heggbacher Ministrantinnen und Ministranten sowie zahlreichen Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern versammelten sich auch mehrere Pilgergruppen aus Maselheim, Laupertshausen, Sulmingen und Äpfingen am restaurierten Bildstock.

Denkmäler in neuem Glanz
Die beiden religiösen Kleindenkmäler prägen seit vielen Jahren das Erscheinungsbild des historischen Klostergeländes in Heggbach. Witterungseinflüsse hatten den Bildstock des heiligen Nepomuk sowie das Wegkreuz in den vergangenen Jahren sichtbar beschädigt. Die Restaurierung beider Denkmäler wurde durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Wegzeichen (www.stiftung-wegzeichen.de) ermöglicht. „Ohne diese Förderung wäre die Umsetzung in dieser Form kaum möglich gewesen. Dafür sind wir der Stiftung Wegzeichen sehr dankbar“, betont Rosi Hörmann, Gemeindereferentin der Kirchengemeinde Maselheim und Mitglied im Seelsorge-Team der St. Elisabeth-Stiftung. Sie würdigte zugleich das Engagement der Stiftung Wegzeichen für den Erhalt religiöser und kulturhistorischer Zeugnisse in der Region. „Diese beiden Denkmäler sind wichtige Orte des Glaubens und der Begegnung. Umso schöner ist es, dass sie nun wieder in neuem Glanz erstrahlen“, sagte Rosi Hörmann, die die Segnungsfeier organisatorisch und inhaltlich begleitete.

Andacht zu Ehren des heiligen Nepomuk
Der Bildstock erinnert an den heiligen Johannes Nepomuk, einen der bekanntesten Brücken- und Wasserheiligen Mitteleuropas. Im Rahmen der Segnungsfeier wurde auch auf dessen Leben und Wirken eingegangen. Gemeinsame Kanons und Gebete sorgten für eine andächtige Atmosphäre. Besonders berührend gestaltete sich der Moment, als Besucherinnen und Besucher Rosen am restaurierten Nepomuk-Bildstock niederlegten. Die Blumen, die zuvor von einer Ministrantin verteilt worden waren, schmückten die Figur des Heiligen und setzten ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung. Nach der Segnung zog die Gemeinde gemeinsam in die Kirche ein, um dort den Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt zu feiern.

Historisches Erbe des Klosters Heggbach
Die ehemalige Reichsabtei Heggbach blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück. Das einst reichsunmittelbare Zisterzienserinnenkloster wurde im Zuge der Säkularisation im Jahr 1803 aufgehoben. Nach mehreren Eigentümerwechseln gingen die Gebäude 1884 an die Franziskanerinnen von Reute über, die dort eine Einrichtung für Menschen mit Assistenz- und Unterstützungsbedarf gründeten. Heute gehört das Areal zum Geschäftsbereich Teilhabe und Inklusion der St. Elisabeth-Stiftung. Die historischen Kernanlagen des Klosters sind bis heute erhalten geblieben und prägen weiterhin das kulturelle und spirituelle Leben in Heggbach.

Gemeinschaftlicher Ausklang an Christi Himmelfahrt
„Die Segnung der restaurierten Denkmäler stand dabei nicht allein für die Bewahrung historischer Zeugnisse, sondern zugleich für gelebte Tradition, Glauben und Gemeinschaft. Gerade an Christi Himmelfahrt wurde spürbar, wie sehr gemeinsame Feiern Menschen verbinden und Glauben lebendig werden lassen“, so Rosi Hörmann. Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Austausch und gemeinsamen Ausklang bei heißen Würstchen und Getränken auf dem Kirchplatz.

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