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07.07.2026

25. Gespann Ausfahrt in Laupheim fasziniert

Laupheim - Blitzendes Chrom, röhrende Motoren und strahlende Gesichter auf dem Sozius: 55 Beschäftigten der Laupheimer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und anderen Einrichtungen der St. Elisabeth-Stiftung bescherten die Motorradfreunde Riedtal und deren Freunde einen besonderen Höhepunkt des Jahres: eine gemeinsame sonntägliche Rundfahrt in die weitere Umgebung mit gemeinsamem Ausklang.

Die Inklusive Gespann Ausfahrt am 5.Juli zog Motorradfreunde aus Nah und Fern wieder einmal magisch an. Foto: Jessica Rommel

Die Rundfahrt feierte in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum. Unter Federführung der Motorradfreude Riedtal, verstärkt durch Mitglieder befreundeter Motorradclubs aus Nah und Fern, waren am Sonntag ein weiteres Mal Beschäftigte von Einrichtungen der St. Elisabeth-Stiftung zu dieser beliebten gemeinsamen Freizeit-Aktion eingeladen, die bei allen Beteiligten besondere Glücksmomente auslöst. Fiebern die Beifahrerinnen und Beifahrer dieser seltenen Gelegenheit meist schon Wochen vorher entgegen, bedeutet sie auch für die Männer und Frauen an den Lenkern ihrer nicht selten PS-starken „Maschinen“ eine willkommene Abwechslung mit Feelgood-Potenzial. „Mir gefällt es, die Freude an meinem Hobby teilen zu können“, so beschrieb Anton Hofmaier aus Hayingen seine Motivation zur Teilnahme – und sprach damit stellvertretend für alle.
Organisiert wurde die gemeinsame Ausfahrt wieder von Hubert Rommel, der selbst bei einer der beiden Gruppen mitfuhr und hinterher erleichtert eine rundweg positive Bilanz zog: „Keine Zwischenfälle – lief perfekt.“ Eine ganze Reihe erstmaliger Teilnehmenden galt es diesmal einzuweisen, zu den 55 mit Gespann kamen noch rund 15 Solo-Fahrende, welche an Gefahrenpunkten die Sicherheit im Blick behielten. Denn verkehrliche Sonderrechte genossen die beiden Motorrad-Kolonnen keine. In gegenläufigen Runden unterwegs, trafen beide bei Blaubeuren mit vielen Hallos wieder aufeinander. Zurück am Ziel, nach 65 Kilometern und etwas über einer Stunde Fahrt, schloss sich an der WfbM eine gemütliche Hocketse an, um in lockerem Rahmen die aufregende Aktion ausklingen zu lassen.
Über die Jahre hinweg haben sich in einigen Fällen bereits feste Teams herausgebildet, so zwischen Hubert Graf aus Weißenhorn und Kevin Vinke als seinem Sozius. Für Graf ist es beflügelnd, „behinderte Menschen für ein paar Stunden aus ihrem Alltag herauszuholen“. Laupheims Oberbürgermeister Ingo Bergmann würdigte dieses Engagement, er mischte sich vor dem Start unter die Gruppen.
Nebenbei bestand natürlich vorher und im Anschluss ausgiebig Gelegenheit zum Fachsimpeln, unter den Motorrädern befanden sich zahlreiche kostbare Oldtimer und Raritäten. Gespann fahrende sind überwiegend gesetzteren Alters, und „für dieses Hobby braucht man schon etwas Kohle“, plaudert Rommel aus dem Nähkästchen. Der Initiator führt eigens Statistik über die bisherigen Ausfahrten: „Über die 25 Jahre hinweg komme ich auf zusammen 1500 Kilometer Streckenlänge und für alle Teilnehmenden zusammen auf über 50.000.“ 

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