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10.11.2014
Wohnpark am Rotbach Mittelbiberach

Brand im zweiten Stock gelöscht

MITTELBIBERACH - 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK probten am Wohnpark am Rotbach in Mittelbiberach den Ernstfall. Bereits vor sechs Wochen hatte eine intensive Begehung durch die Wehren stattgefunden.

Samstag,13.09 Uhr: Alarm aus dem neuen Wohnpark der St Elisabeth-Stiftung am Rotbach in Mittelbiberach an die Leitstelle mit folgendem Wortlaut: „Brand im zweiten Obergeschoss mit starker Verqualmung sowie eingeschlossenen und teils verletzten Personen.“ Exakt neun Minuten nach der Alarmierung rückt die Freiwillige Feuerwehr aus Mittelbiberach an, weitere drei Minuten später treffen die Einsatzkräfte aus Reute ein, nahezu parallel auch einige Feuerwehrleute der Stützpunktfeuerwehr Biberach mit dem Drehleiterfahrzeug. Entsprechend der Personalliste, die Wohnparkleiterin Sabine Gehrmann an die Rettungskräfte übergibt, müssen 15 teils schwer demente Bewohner aus dem betroffenen Geschoss gerettet werden, unter anderem auch eine gehbehinderte Frau. Den Part der Bewohner übernahmen Kinder und Jugendliche der gemeinsamen Jugendfeuerwehr aus Mittelbiberach und Reute, überdies vom DRK in Biberach. Letzteres war ebenfalls mit einem Dutzend Sanitäts- und Ersthelfern, zudem mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort, um die Erstversorgung der angenommenen Verletzten zu übernehmen.  „Im Fokus steht die Menschenrettung, parallel läuft natürlich auch die Brandbekämpfung an“, erläuterte der Mittelbiberacher Kommandant Edmund Rapp in seiner Funktion als Einsatzleiter. Routiniert agierten die Feuerwehrleute, die bewusst den nordöstlichen Flügel für die Übung gewählt hatten, um die Bewohner möglichst wenig zu tangieren. Acht ausgebildete Zweier-Trupps mit Atemschutz waren zugange. Ein Teil der Menschenrettung wurde über die außen am Gebäude angebrachte große Feuerschutztreppe vollzogen, ein anderer mittels Drehleiter. Gelöscht wurde der simulierte Brand mit zwei Löschfahrzeugen und dem Hydrant auf der Straße vor dem Wohnpark.  Nach einer dreiviertel Stunde war die Großübung beendet. "Wir vom Koordinationstrupp sind mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. Alles ist Hand in Hand gelaufen", zogen Edmund Rapp und sein Kollege Gerhard Zwick von der Feuerwehr Reute eine positive Bilanz. Lob zollten sie den Einsatzkräften für die schnelle Anrückzeit, "vor allem, weil außer uns keiner aus beiden Wehren vorab von der Übung gewusst hat", berichteten sie. Auch die Zusammenarbeit mit dem DRK Biberach habe wieder hervorragend harmoniert. Nach Auskunft von Marc Neut, dem Brandschutzbeauftragten der St. Elisabeth-Stiftung, gab es bereits vor sechs Wochen eine Begehung mit den Kommandanten und Gruppenführern der Feuerwehren. Hier sei auch die Möglichkeit zur Übung angesprochen worden, da die besagte zweite Etage derzeit noch nicht bewohnt ist. "Für uns als Verantwortliche des Hauses war zudem wichtig, auszutesten, ob die Haustechnik mit Notruf und Alarm im Ernstfall funktioniert", sagte Sabine Gehrmann. Die Wohnparkleiterin sprach von einer entspannten Stimmung bei den Bewohnern. Wohl auch deshalb, weil sich einer der Feuerwehrleute bereits vorab in Einsatzkleidung gezeigt habe, um die Senioren mit dem Anblick in Uniform vertraut zu machen. Lob für die schlagkräftige Einsatztruppe gab's auch von Manfred Wonschak, dem stellvertretenden Bürgermeister von Mittelbiberach, und von Ortsvorsteher Hans Mast aus Reute.