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06.07.2020

Im Jordanbad schließen SinnWelt und MediWell

BIBERACH – Die St. Elisabeth-Stiftung hat am Standort Jordanbad zum 30. Juni 2020 aus wirtschaftlichen Gründen die Sinn-Welt und das Angebot „MediWell“ geschlossen. Betroffen von der Schließung sind 17 Mitarbeitende.

Aufgrund der Verordnung des Landes Baden-Württemberg zur Corona-Pandemie ist die SinnWelt bereits seit März zu – zum 30. Juni wurde sie nun ganz geschlossen. Bild: St. Elisabeth-Stiftung

Die SinnWelt ging im Jahr 2004 im Zuge der Neugestaltung des Jordanbads als neuartiges Erfahrungsfeld für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an den Start – mit in der Spitze über 100 Stationen, die Einblicke in die Geheimnisse der Sinne, des Menschseins und der biblischen Schöpfungsgeschichte boten. Um die 300.000 kleine und große Besucherinnen und Besucher haben in den vergangenen 16 Jahren hier viele neue Erfahrungen gemacht.

„Wir bedauern es sehr, dass die Region jetzt ein Angebot verliert, das besonders bei Schulklassen und Familien beliebt ist“, sagt Matthias Ruf, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung und Leiter des Geschäftsbereichs Gesundheit und Entwicklung, zu dem die SinnWelt gehört. „Leider ist es uns aber nicht gelungen, die SinnWelt in die schwarzen Zahlen zu führen.“ Die Besucherzahlen sind rückläufig: 2019 kamen noch etwas mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher, in den besten Jahren waren es rund 40.000. „Selbst in diesen Jahren konnten wir die Kosten nicht decken“, so Matthias Ruf. Die Stiftung habe mit ganz unterschiedlichen Ideen und Konzepten in den letzten Jahren versucht, die SinnWelt zu erhalten - der Erfolg sei aber ausgeblieben. Aufgrund der Verordnung des Landes Baden-Württemberg zur Corona-Pandemie ist die SinnWelt bereits seit März zu – zum 30. Juni wurde sie nun ganz geschlossen.

Alle Veranstaltungen der SinnWelt sind abgesagt. Das Gebäude bleibt aber erhalten und soll als „Location Jordanquelle“ dem Parkhotel Jordanbad der Lerch GmbH für Veranstaltungen vermietet werden.

Neben der SinnWelt hat die St. Elisabeth-Stiftung zum 30. Juni am Standort Jordanbad auch das Angebot „MediWell“ geschlossen. „Auch das ist eine rein wirtschaftliche Entscheidung“, sagt Matthias Ruf. „MediWell hat nicht den für einen wirtschaftlichen Betrieb notwendigen Umsatz erzielt. Eine wirtschaftliche Fortführung nach der pandemiebedingten Schließung ist nicht zu erwarten.“

Nicht betroffen von der Schließung von MediWell ist die Physiotherapie mit ärztlich verordnungsfähigen Anwendungen wie zum Beispiel  Krankengymnastik oder manuelle Therapie etc. Auch das moderne Fitnesszentrum des Bereichs Gesund & Fit ist von der Schließung von MediWell nicht tangiert – dasselbe gilt für das umfangreiche Wellnessangebot vom Parkhotel Jordanbad.

Von der Schließung von SinnWelt und MediWell sind 17 Mitarbeitende betroffen, elf von ihnen sind geringfügig beschäftigt. „Es ist nur vereinzelt möglich, eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Stiftung anzubieten“, so Matthias Ruf. „Deshalb mussten wir hier betriebsbedingte Kündigungen aussprechen.“ Die Mitarbeitenden wurden darüber vorab informiert, eine Regelung zum sozialen Ausgleich wurde getroffen.

Den Kundinnen und Kunden von SinnWelt und MediWell werden bereits geleistete Anzahlungen zurückerstattet. Geldwert-Gutscheine behalten ihre Gültigkeit und können in der Therme eingelöst werden. Wer Fragen zu  Gutscheinen hat, kann sich an 07351 343-0 wenden.