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29.07.2020
Kinder-Jugend-Familie

Kindergarten Riedlingen: „Gelebte Inklusion“

RIEDLINGEN – Mit dem Auszug des Schulkindergartens aus dem Kindergarten St. Maria in Riedlingen endet nach 20 Jahren die Kooperation der St. Elisabeth-Stiftung mit der Kirchengemeinde St. Georg.

Abschied: Andrea Schäuble und Wolf-Dieter Korek blickten mit Pfarrer Walter Stegmann und Beate Kegele auf die Kooperation zurück. Foto: Andrea Reck/St. Elisabeth-Stiftung

„Das war gelebte Inklusion“ – mit diesen Worten bedankte sich Wolf-Dieter Korek, Leiter des Geschäftsbereichs Kinder-Jugend-Familie der St. Elisabeth-Stiftung, beim Team des Kindergartens St. Maria sowie dem Leitenden Pfarrer Walter Stegmann und der gesamten Seelsorgeeinheit Riedlingen für die Zusammenarbeit. Der Schulkindergarten verabschiedete sich am 28. Juli vom Standort in der Alten Unlinger Straße und damit auch von seinem Kooperationspartner, der Katholischen Pfarrgemeinde St. Georg. Zwanzig Jahre lang arbeitete die Einrichtung für Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen, die organisatorisch zur Schule St. Franziskus in Ingerkingen gehört, mit dem Regelkindergarten der Pfarrgemeinde am selben Standort zusammen. Gerne hätten die Partner das Jubiläum gebührend begangen, doch coronabedingt begnügte man sich mit einer kleinen Feier im Garten. Kindergartenleiterin Andrea Schäuble, die von Beginn an dabei ist, hieß Walter Stegmann und Wolf-Dieter Korek herzlich willkommen. Sie bedauerte, dass die geplante Feier mit Gottesdienst und Marktständen nicht möglich ist, nutzte aber die Gelegenheit, sich im Beisein von einigen Kindern aus beiden Kindergärten unter fröhlich geschmückten Bäumen für „die segensreiche gemeinsame Zeit“ zu bedanken. Auch Wolf-Dieter Korek denkt gerne an die fruchtbare Zusammenarbeit zurück und übergab der Leiterin des Regelkindergartens St. Maria, Beate Kegele, ein bunt dekoriertes Eukalyptus-Bäumchen und eine Tüte mit Wildblumensamen als Sinnbild für den gut aufgegangenen Samen der Inklusion. „Nach zwanzig Jahres des gemeinsamen Spielens und Lernens heißt es nun Abschiednehmen“, bedauerte er. „Die Kooperation war sehr gut, es fehlt hier aber mittlerweile einfach der Platz für zwei Kindergärten. Die Mitarbeitenden haben ebenso wie die Kinder viel voneinander gelernt. Das war gelebte Inklusion.“ Korek freute sich, dass der Kindergarten der Stiftung nicht allzu weit weg im städtischen Kindergarten Eichenau ein neues Domizil gefunden hat und es auch künftig Kontakte geben wird. Pfarrer Walter Stegmann erinnerte sich an seinen ersten Besuch im Kindergarten in der Alten Unlinger Straße vor 18 Jahren: „Mir hat dieses ehrliche Modell der Inklusion mit seinem Miteinander, wo es möglich ist, von Anfang an gefallen. Wir hatten immer eine gedeihliche Zusammenarbeit, haben uns, wenn es nötig war, in einem guten Geist gestritten und sind immer zu einem für alle zufriedenstellendem Ergebnis gekommen.“ Man trenne sich nur wegen des Platzmangels, so Pfarrer Stegmann. „Ich empfinde es als Glücksfall, dass die Stadt nun künftig mit der Stiftung kooperiert. Zum Abschied möchte ich mich bei allen Mitarbeitenden für die Offenheit bedanken und für die engagierte Arbeit, die sie hier gemeinsam geleistet haben.“ Nach den kurzen Ansprachen führten die Kinder einen fröhlichen Tanz auf und sangen zusammen mit den Erzieherinnen: „Auf Wiedersehen, die Zeit mit euch war wunderschön“.