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07.09.2020

Richtfest für den Wohnpark Ochsenhausen

OCHSENHAUSEN – Der Neubau des Wohnparks auf der Rottuminsel nimmt Formen an. Knapp ein Jahr nach dem Spatenstich grüßt der Richtbaum vom Dach des imposanten Gebäudes mitten in Ochsenhausen.

Die St. Elisabeth-Stiftung hat mit Handwerkern, Fachplanern, Architekten, Vertretern der Stadt und des Landkreises sowie Förderverein und Team des Altenzentrums Goldbach Richtfest gefeiert. „Stolz und froh ist jeder heute, der tüchtig mit am Werk gebaut“, rief Zimmermann Klaus Hofherr vom Dach des Hauses, wo er im Kreis seiner Kollegen der Zimmerei Fritschle stand und den Richtspruch vorlas. In der Hand das traditionelle Glas Wein, aus dem erst auf die Bauherrschaft, dann auf die Architekten und schließlich auf die Handwerksleute jeweils ein dreifach Hoch getrunken wurde, ehe es auf dem Boden zerschmetterte. Auf dass die Scherben Glück und Segen bringen. Die Festgesellschaft versammelte sich unter Einhaltung der schon zur Gewohnheit gewordenen Abstandsregeln zunächst im Freien und zog dann weiter in den Rohbau, ins künftige Domizil der Tagespflege, wo man in kleinen Gruppen und bei weit geöffneten Fenstern Platz nahm. Annette Köpfler, Leitung Altenhilfe bei der St. Elisabeth-Stiftung, zeigte sich dankbar, „dass bisher alles unfallfrei verlaufen ist und wir diesen wichtigen Bauabschnitt feiern können. Das Gebäude entsteht in ungewöhnlichen Zeiten. In den vergangenen Monaten lief nichts mehr normal. Das einzige, was immer nach Plan lief, war diese Baustelle hier. Wann immer ich den Bauleiter, Herrn Faas, gefragt habe, sagte er: Alles im Plan, läuft.“ Auch Ulrich Hanselmann vom Architekturbüro Herrmann + Bosch zollte den am Bau beteiligten Firmen „ein großes Lob und Respekt. Es ist nicht selbstverständlich, dass in diesen Corona-Zeiten alles termingerecht geht. Die lokalen, meist familiengeführten Unternehmen hier sind sehr solide und verlässlich.“ Die Fläche auf der Rottuminsel - „so ein Filetstück“ - planen zu dürfen, sei auch für die Stuttgarter Architekten „etwas Besonderes“ gewesen. „Das Konzept 'Gut alt werden in Ochsenhausen' bekommt durch dieses Gebäude Gesicht und Form“, sagte Hermann Kienle, stellvertretender Dezernent für Soziales, Jugend und Gesundheit im Landratsamt Biberach, der die Grüße des Landrats überbrachte. Für Ochsenhausens Bürgermeister Andreas Denzel war der Tag „ein echter Grund zur Freude. Es ist noch nicht fertig, aber es steht: ein topmodernes Pflegeheim in einem ansprechenden, offenen Gebäudekomplex an zentraler Stelle unserer Stadt.“ Für ein Investitionsvolumen von rund 16 Millionen Euro entstehen eine Tagespflege mit 23 Plätzen, ein Pflegeheim mit 45 Plätzen und verschiedene Wohnangebote für Seniorinnen und Senioren unter einem Dach mit Arzt- und Therapiepraxen sowie Büroräumen des Jugendamtes.