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19.11.2020
Heggbacher Werkstattverbund

Coronainfektion in WfbM Ehingen und Heggbach

EHINGEN/HEGGBACH/RIEDLINGEN - In der WfbM Ehingen und in einem Betreuungsangebot in Heggbach bei Maselheim gab es einen positiven Corona-Test in der Mitarbeiterschaft. In diesen und in weiteren Einrichtungen der St. Elisabeth-Stiftung wurden daraufhin mehrere Mitarbeitende und Menschen mit Behinderungen unter Quarantäne gestellt. Alle weiteren Tests waren negativ.

In der WfbM Ehingen (siehe Bild) und im Heggbacher Wohnverbund hat sich eine Corona-Infektion nicht weiter verbreitet.

Betroffen ist in Ehingen der Hauptstandort der Niederlassung WfbM Ehingen des Heggbacher Werkstattverbunds in der Breslauerstraße. Hier wurden in Absprache mit dem Gesundheitsamt zwei Gruppen geschlossen. Insgesamt gelten 29 Beschäftigte und fünf Mitarbeitende als Kontaktpersonen ersten Grades – für sie ist eine Quarantäne bis 17. November angeordnet. Ein Großteil dieser Personen wurde bereits getestet – alle Testergebnisse sind bisher negativ.

Fünf der betroffenen Beschäftigten leben in Wohnangeboten des Heggbacher Wohnverbunds (HWO). Zudem ist auch in Heggbach ein Betreuungsangebot von der Corona-Infektion betroffen.

Insgesamt wurden im HWO 19 Bewohnerinnen und Bewohner als Kontaktpersonen ersten Grades ermittelt. Sie leben in Heggbach im Haus Martin, in Haus Gabriel in Riedlingen und im Marianna-Bloching-Haus in Ehingen. In der Zeit der Quarantäne werden sie von den Mitarbeitenden des HWO in kompletter Schutzkleidung versorgt.

Im Marianna-Bloching-Haus in Ehingen stehen drei Bewohnerinnen und Bewohner bis 17. November unter Quarantäne. Betroffen sind hier zwei der drei Wohngruppen. Diese zwei Wohngruppen wurden zunächst isoliert: Die nicht unter Quarantäne stehenden Bewohnerinnen und Bewohner konnten sich auf der Wohngruppe frei bewegen, diese aber nicht verlassen. Alle drei unter Quarantäne stehenden Personen haben inzwischen ein negatives Testergebnis erhalten. Daher konnte die Isolation der Gruppen aufgehoben werden.

Haus Gabriel in Riedlingen hat zwei Wohngruppen. Hier steht eine Bewohnerin unter Quarantäne. Die Bewohnerin kann aber nicht in ihrem Zimmer bleiben – daher hat das Team entschieden, dass auch die restlichen sechs Bewohnerinnen und Bewohner bis zum 17. November auf ihrer Wohngruppe bleiben und in Schutzkleidung versorgt werden.

In Haus Martin in Heggbach stehen 15 Bewohnerinnen und Bewohner bis zum 19. November unter Quarantäne. Hier wurde am 12. November getestet – auch hier sind alle Ergebnisse negativ. Die 15 Bewohnerinnen und Bewohner verteilen sich auf fünf der sieben Wohngruppen von Haus Martin. Alle fünf Wohngruppen waren zunächst isoliert, nach der Bekanntgabe der Testergebnisse wurde die Isolation aufgehoben. Die 15 unter Quarantäne stehenden Personen bleiben bis zum Ablauf der Quarantäne auf ihren Zimmern. Wo das nicht möglich ist, haben die Teams mit provisorischen Baumaßnahmen Bereiche innerhalb der Wohngruppen abgetrennt.

„Quarantäne für Menschen mit einer geistigen Behinderung umzusetzen, ist eine besondere Herausforderung“, sagt Matthias Ruf, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung. „Ich danke den Teams in unseren Einrichtungen für ihr professionelles und zugleich empathisches Handeln. Auch wenn es keine hundertprozentige Sicherheit vor dem Virus gibt - alle unsere Geschäftsbereiche sind gut auf mögliche Infektionen vorbereitet. Wir bekommen aber auch von externen Partnern Unterstützung. Wir wissen, was die Gesundheitsämter gerade leisten – und wir sind auch den Hausärzten, die die Tests bei uns machen, sehr dankbar.“