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20.11.2020
St. Elisabeth-Stiftung, Bad Waldsee

Junge Menschen schätzen Gefühl der Gemeinschaft

BIBERACH – Jugendliche, die sich nach dem Schulabschluss für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) entschieden haben, tauschen für eine Woche Theorie gegen Praxis. Bei Bildungstagen in der SinnWelt erfuhren 29 FSJler, welche Aufgabenfelder die St. Elisabeth-Stiftung mit ihren rund 2700 Mitarbeitenden abdeckt und warum der Dienst am Menschen lohnenswert ist.

29 junge Leute, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei der St. Elisabeth-Stiftung absolvieren, nahmen teil an Bildungstagen in der SinnWelt in Biberach. Foto: Jürgen Emmenlauer/St. Elisabeth-Stiftung

Die St. Elisabeth-Stiftung hat vom Träger Freiwilligendienste der Diözese Rottenburg-Stuttgart gGmbH die Möglichkeit erhalten, eine der insgesamt fünf gesetzlich vorgegebenen Bildungswochen im FSJ selbst zu gestalten. In diesem Jahr war die Umsetzung der Bildungstage eine Herausforderung, doch mit genügend Platz, einem stimmigen Hygienekonzept und der Bereitschaft aller zur Vorsicht war es möglich. Die FSJler freuten sich sehr über die Möglichkeit zum Austausch und waren trotz der Maßnahmen begeistert, die Themen persönlich zu besprechen und sich über ihre Einsatzstellen zu unterhalten.

Bei diesem fünftägigen Seminar kamen alle 29 Teilnehmer auf ihre Kosten: In Workshops wurde unter anderem das Seelsorgekonzept der Stiftung vorgestellt und auch der Umgang mit Sterben und Tod kam zur Sprache - ein Thema, das in allen Tätigkeitsbereichen der FSJler von Bedeutung sein kann. Die neue Positionierung der St. Elisabeth-Stiftung zum Thema „menschlich ehrlich“ wurde in einem weiteren Workshop vorgestellt und bearbeitet. Die Jugendlichen zeigten sich positiv überrascht vom Film über die Positionierung. Bei ihnen kam ein „Gefühl der Gemeinschaft, einer großen Familie auf, in der Jeder wertgeschätzt wird und der Zusammenhalt hoch ist“. Für die Jugendlichen war dies ebenso spannend wie das Kennenlernen der Gebärdensprache als Form der Kommunikation, beispielsweise im Kontakt mit Menschen mit Behinderung.

Unter Anleitung einer Karrierebegleiterin konnten die Freiwilligen in Biberach zudem ihre eigenen Stärken und ihr Wertebewusstsein herausarbeiten. Im Anschluss an diese intensiven Einheiten folgten Aufgaben, bei denen sich die Jugendlichen sehr teamfähig zeigten und großen Spaß hatten.

 

Für Carina Oettinger von der Personalentwicklung der Stiftung war es wichtig, „über die christlichen Werte zu sprechen, die für unsere tägliche Arbeit Bedeutung haben, und die Vielfalt der Stiftung vorzustellen“. Dadurch könnten sich die Freiwilligen besser mit dem Unternehmen identifizieren und sich in sozialen Berufsfeldern orientieren. Die Franziskanerinnen von Reute, Sr. Johanna und Sr. Tobia, erläuterten die Wurzeln der Stiftung und wie ihre Schwesterngemeinschaft  im Kloster Reute entstanden ist. Ebenso beantworteten sie Fragen rund um das Leben im Kloster.