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15.02.2021
Wohnpark St. Franziskus, Ehingen

Corona-Impfung in Hausfasnet eingebunden

EHINGEN - Ein närrischer Reigen hat am „Rußigen Freitag“ Fasnetsflair in den Wohnpark St. Franziskus in Ehingen gezaubert. Parallel dazu fand der zweite Corona-Impftermin für Bewohner und Beschäftigte statt.

Bunte Luftschlangen, riesige Girlanden und die Figuren der Ehinger Fasnet haben das Katholische Haus der Pflege St. Franziskus am Freitag in ein närrisches Gewand getaucht. Im Eingangsbereich lockte ein ausrangiertes Pflegebett - zum Marktstand umfunktioniert mit Leckereien wie zu Omas Zeiten. Wer wollte, durfte am Glücksrad drehen und konnte zum süßen Gaumenschmaus noch kleine originelle Präsente er-gattern. Und wie es sich bei einer reinrassigen Hausfasnet gehört, durften gezogene Küchle, Krapfen, Popcorn, Zuckerwatte und auch der legendäre Schaumkuss-Wecken nicht fehlen. Sekt und Bier, alkoholfrei, rundeten das liebevoll arrangierte Fasnetsfest ab.

Auch mehrere Bewohner und Beschäftigte waren passend zur fünften Jahreszeit fan-tasievoll ausstaffiert. Wohnparkleiterin Monika Vollmann-Schipper hatte sich als orange-weißer Pylon unters närrische Volk gemischt. Die Freude darüber, den Be-wohnerinnen und Bewohnern, auch in der schwierigen Corona-Zeit das Brauchtum und damit auch Heimatgefühl vermitteln zu können, war ihr anzusehen.

Nicht nur das machte Monika Vollmann-Schipper am Freitag glücklich: „Wir haben heute den zweiten Termin zur Corina-Schutzimpfung im Haus. Das bietet unseren Beschäftigten doch mehr Sicherheit im Kontakt mit den Senioren. Für sie bedeutet die Impfung ein Stück mehr Lebensqualität." Genau das befand auch Maria Schwarzer. Die 87-jährige Obermarchtalerin lebt seit etwas mehr als einem halben Jahr im Wohnpark St. Franziskus. „Endlich kann ich wieder meine Kinder, Enkel und Urenkel mal richtig in den Arm nehmen. Das hat mir so gefehlt", sagte sie. Maria Schwarzer freute sich über die Impfung genauso wie sie die Hausfasnet genoss.

Bärbel Braig, die seit vielen Jahren ehrenamtlich mit ihrem Klavierspiel erfreut, mischte diesmal als heißer Feger in knallroter Perücke am Popcorn- und Getränke-stand mit. Sie überließ den Flügel mehrheitlich Peter Geiss, der sich seit zehn Jahren als ehrenamtlicher Musiker im Wohnpark engagiert. Er spielte abwechselnd am Key-board und Klavier bekannte Fasnetslieder und Schlager. Als erstes Musikstück gab er „So ein Tag, so wunderschön wie heute, zum Besten" – weil der Impftermin ga-rantiert für die meisten Bewohnerinnen und Bewohner einer der schönsten Tage sei. Von dem närrischen Reigen sichtlich begeistert zeigte sich das Impfteam um Medizi-ner Andreas Rost. Der Pandemiebeauftragte des Alb-Donau-Kreises meinte begeis-tert: „Mir wurde ja ein kleiner närrischer Reigen angekündigt. Aber jetzt bin ich sprachlos darüber, was hier auf die Beine gestellt wurde. Einfach sensationell." Nach Auskunft des Impfarztes hätten 50 Bewohner und Mitarbeiter die Zweitimpfung erhal-ten, die mehr als 30 Gäste der Tagespflege ihre erste Impfung. Diese hatten als Dankeschön noch Rosen bekommen. Andreas Rost lobte die überaus große Impfbe-reitschaft im Wohnpark St. Franziskus. Insbesondere bei den Beschäftigten zeige sich dadurch das hohe Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern als größte Risikogruppe. Die Vorbereitung und Durchführung des Impftermins hatten Pflegedienstleiterin Nadja Liebhardt und ihre Stellvertreterin Ame-lie Slavik organisiert. Nach kaum zwei Stunden war die Impfung komplett durch, die Hausfasnet ging noch ein bisschen weiter.