Unterstützung für zwei Herzensprojekte
BAD WALDSEE/EHINGEN – Zwei Herzensangelegenheiten werden in diesem Jahr vom Sozialfonds der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der St. Elisabeth-Stiftung mit insgesamt 1000 Euro unterstützt: Je 500 Euro gehen an einen hilfsbedürftigen Kindergarten in Namibia und an den Ehinger Gerhard Synowski, der von einem Schicksalsschlag getroffen wurde.

Daniel Kroll (links) und Erika Jerg freuen sich, zwei Herzensprojekte mit den Spen-den aus dem Sozialfonds der St. Elisabeth-Stiftung zu unterstützen. Foto: St. Elisabeth-Stiftung
Stiftungsmitarbeiter Daniel Kroll, der als Niederlassungsleiter der Werkgemeinschaft Ehingen tätig ist, lernte den im Aufbau befindlichen Kindergarten „Joyhouse Fun Day Care Center“ in Omaruru auf seiner Reise durch Namibia kennen. Die Leiterin des Kindergartens, Jeneth Menesia Gôagoses, will diesen Kindergarten aufbauen, um einerseits den Nachwuchs an Bildung heranzuführen und andererseits deren Eltern die Möglichkeit zu geben, als Farmer oder Hausangestellte arbeiten zu gehen. Da die betreffenden Familien im unteren Einkommensbereich leben, hat die 38-jährige Kindergartenleiterin die Gebühren auf die Einkommensverhältnisse angepasst. Da das Gebäude aus Metall nicht den idealen Voraussetzungen für einen Kindergarten entsprach und andauernde Reparaturen anstanden, begann sie neben dem Metallhaus mit dem Bau eines einfachen Steinhauses. „Ihr Baufortschritt ist mühselig, da Baumaterialien in Namibia rar sind und bevorzugt an die Gemeinde oder an gut zahlende Kunden verkauft werden – meist für Lodges, Pensionen und Hotels der Tourismusbranche“, erläutert Daniel Kroll, der das Projekt selbst schon seit drei Jahren unterstützt. Nun schlug er das Projekt für den Sozialfonds vor und der Kindergarten kam mit 500 Euro zum Zug. „Ich freue mich sehr über diese Spende. Am Ende des Jahres fahre ich wieder dorthin, um auch persönlich weiter zu helfen“, betonte Kroll bei der Scheckübergabe.
Als zweites Projekt wird mit ebenfalls 500 Euro der Ehinger Gerhard Synowski unterstützt. Sein Leben veränderte sich im Herbst vergangenen Jahres durch einen tragischen Unfall schlagartig, als er aus mehreren Metern Höhe abstürzte und sich sehr schwere Kopfverletzungen zuzog. Nach mehreren Wochen im Koma und zahlreichen Operationen am Kopf wurde er in eine Spezialklinik nach Neresheim verlegt. So legten seine Ehefrau Anna und seine Tochter Paula beinahe täglich die rund 180 Kilometer lange Strecke zurück, um an seiner Seite zu sein. Den Überlebenskampf hat er inzwischen gemeistert, jedoch wird er für die Zukunft auf eine 24-Stunden-Intensiv-Betreuung angewiesen sein. Inzwischen wurde Gerhard Synowski aus der Klinik entlassen, der in Absprache mit seiner Familie in seiner gewohnten Umgebung zu Hause sein möchte. „Die Spende soll Anna, Paula und Gerhard ermöglichen, mit weniger Sorgen die kommenden Herausforderungen zu meistern“, erläutert Erika Jerg, die für den Sozialfonds der Mitarbeitenden der St. Elisabeth-Stiftung zuständig ist. „Die Familie steht vor großen, finanziellen Herausforderungen, da Gerhard der Hauptverdiener war und Anna einer Teilzeitbeschäftigung in einer Kita nachging.“
Der Sozialfonds wurde 1988 von der Mitarbeitervertretung der Heggbacher Einrichtungen auf Vorschlag von Mitarbeitenden eingerichtet und steht seit 2009 allen Mitarbeitenden der St. Elisabeth Stiftung offen. Mit dem Sozialfonds sollen soziale Projekte und hilfebedürftige Einzelpersonen unterstützt werden. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter kann sich mit einem selbst gewählten monatlichen Betrag am Fonds beteiligen.
