Stellenaufbau dank Bundesteilhabegesetz
HEGGBACH/BIBERACH – Am Montag, 24. Februar, fand die Sitzung des Sozialausschusses des Kreistags Biberach im Haus Georg in Heggbach statt. Neben Landrat Mario Glaser und den Mitgliedern des Sozialausschusses nahmen die Vorstände der St. Elisabeth-Stiftung, Andrea Thiele und Matthias Stöckle, sowie Renate Weingärtner, Geschäftsbereichsleiterin Teilhabe und Inklusion, an der Sitzung teil.

Der Sozialausschuss des Kreistages war zu Gast in Heggbach. Foto: Simon Eitel/St. Elisabeth-Stiftung
Vor Beginn der Sitzung begrüßte die Vorstandssprecherin Andrea Thiele die Gäste und gab einen Überblick über die Geschäftsbereiche und Tätigkeitsfelder der Stiftung. Sie erläuterte die bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und sprach über aktuelle politische Herausforderungen im Sozialbereich.
Im Anschluss führte Renate Weingärtner die Gäste durch das Haus Georg und ging dabei auf die Geschichte des ehemaligen Klostergebäudes ein. In der Wohngemeinschaft Maro stellten Markus Lohmann, Simon Schmidt und Alfons Ott das dortige Leben und Arbeiten vor. Sie erläuterten den interessierten Gästen, wie den Menschen durch Unterstützte Kommunikation und verschiedene andere Maßnahmen eine Teilhabe am Leben ermöglicht wird. So wurde die konkrete Umsetzung des BTHG in der Praxis sichtbar.
Im Anschluss an die Führung begann um 14.15 Uhr die eigentliche Sitzung des Sozialausschusses. Nach der Begrüßung und Einführung durch Landrat Mario Glaser stellte Frank Gmeinder, Leiter des Kreissozialamtes, anhand eines Fallbeispiels dar, wie die Betreuung von Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf von der Schulzeit über die Berufswegekonferenz bis hin zur Teilhabeplanung organisiert ist.
Frank Gmeinder ging in seinem Vortrag auch auf die Finanzierung des Bundesteilhabegesetzes ein und erläuterte den hohen bürokratischen Aufwand, der auf Seiten der Leistungserbringer, aber vor allem auch auf Seiten des Landkreises als Kostenträger entsteht. Der Landkreis muss sich hier mit den unterschiedlichen BTHG-Modellen auseinandersetzen, die von den jeweiligen Leistungserbringern entwickelt und umgesetzt wurden. Eine neu eingerichtete Projektgruppe prüft derzeit Möglichkeiten, die Modellvielfalt zu straffen und Prozesse effizienter zu gestalten.
Finanzierung und Personalschlüssel
Sozialdezernentin Petra Alger erläuterte die Verhandlungen und Finanzierung der Personalschlüssel rund um die Umsetzung des BTHG. Der St. Elisabeth-Stiftung ist es weitgehend gelungen, den Stellenaufbau zu realisieren. Es gibt aber noch offene Stellen, die besetzt werden müssen. Die Mitglieder des Ausschusses diskutierten intensiv über Fragen der Finanzierung und Personalbesetzung. Bei aller Intensität standen immer die Menschen und das soziale Miteinander im Mittelpunkt der Diskussionen.
