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03.03.2025

Weltgebetstag der Frauen in St. Theresia

Am Freitag, 7. März, um 18.30 Uhr, gibt es einen Gottesdienst in der Kapelle des Gästehauses.

Das diesjährige Titelbild des Weltgebetstages wurde von den Künstlerinnen Tarani Napa und Tevairangi Napa gestaltet und heißt „Wonderfully made“. Foto: Frauenbund

Wie in jedem Jahr findet am ersten Freitag im März der Weltgebetstag statt - die größte ökumenische Basisbewegung von Frauen. An diesem Tag wird in unzähligen christlichen Gemeinden in über 150 Ländern rund um den Erdball derselbe ökumenische Gottesdienst gefeiert. Die Liturgie wird jeweils von Frauen eines anderen Landes verfasst; in diesem Jahr stammt sie von den Cookinseln, einer Inselgruppe im Südpazifik, viele tausend Kilometer von uns entfernt.

Ein erster Blick auf die 15 weit verstreut liegenden Inseln könnte dazu verleiten, das Leben dort nur positiv zu sehen. Es ist ein Tropenparadies und der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig der etwa 15.000 Menschen, die auf den Inseln leben.

Ihre positive Sichtweise gewinnen die Schreiberinnen des Weltgebetstags-Gottesdienstes aus ihrem Glauben - und sie beziehen sich dabei auf Psalm 139. Trotz zum Teil auch problematischer Missionierungserfahrungen wird der christliche Glaube auf den Cookinseln von gut 90 Prozent der Menschen selbstverständlich gelebt und ist fest in ihre Tradition eingebunden. Die Schreiberinnen verbinden ihre Maorikultur, ihre besondere Sicht auf das Meer und die Schöpfung mit den Aussagen von Psalm 139 – „wunderbar geschaffen!“

Allerdings weist das scheinbare Paradies der Cookinseln auch Schattenseiten auf: Es gibt das große Problem häuslicher und sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie die zum Teil schweren gesundheitlichen Folgen des in der Bevölkerung weit verbreiteten massiven Übergewichts. Auch ist ein Teil der 15 Inseln - Atolle im weiten Meer - durch den ansteigenden Meeresspiegel, Überflutungen und Zyklone extrem bedroht oder bereits zerstört. Unabsehbar sind zudem die ökologischen Folgen eines möglichen Tiefseebergbaus. Aber es ist der Tradition gemäß nicht üblich, Schwächen zu benennen, Probleme aufzuzeigen oder Ängste auszudrücken, und so finden sich Hinweise darauf nur zwischen den Zeilen der Liturgie.

 

 

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