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11.07.2025

Biker-Spaß und Oldtimerparade

LAUPHEIM – Helm auf und rauf auf den Motorradsitz: Bei der Gespannausfahrt für Menschen mit Behinderung, organisiert von den Motorradfreunden Riedtal und der St. Elisabeth-Stiftung, herrschte bestes Biker-Wetter. 42 Gespannfahrer, Motorräder mit Seitenwagen, nahmen einen oder auch mehrere Passagiere mit zu einer einstündigen Sonntagstour rund um Laupheim und das Illertal. Ein Riesenspaß, unbeschwertes Biker-Feeling und obendrein eine prächtige Oldie-Parade, denn die Seitenwagen-Motorräder sind Liebhaberstücke.

Ein großer Spaß für alle Beteiligten ist die jährliche Gespannausfahrt der Motorradfreunde Riedtal für Menschen mit Behinderung. Auch diesmal waren über 40 Teilnehmende aus dem gesamten Südwesten und darüber hinaus dabei. Foto: Uli Landthaler/St. Elisabeth-Stiftung

800 Kilometer an zwei Tagen – Joachim Hecht und seine Frau gehören zu den Gespann-Teams mir der weitesten Anfahrt. Sie kommen seit 2016 jedes Jahr aus Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern zur Laupheimer Gespannausfahrt, die bereits seit 24 Jahren ausgetragen wird. Dabei wäre es für die Hechts diesmal fast schiefgegangen, weil die Dnepr, ein Ost-Nachbau der BMW R 71, unterwegs schlapp gemacht hatte:  Rahmenbruch - das kann bei einem Oldie mit Baujahr 1993 schon mal vorkommen, berichtet Hecht. „Aber wir haben es hinbekommen“. Eine Absage hätten sie ihrem Passagier auch nicht antun können, der bei dem Treffen seit Jahren ihr Stammgast auf dem Sozius ist und sich unbändig auf die Tour freut – genauso wie die anderen rund 50 Passagiere der Gespannausfahrt.

Die Motorradfreunde Riedtal, die das Treffen in Abstimmung mit der St. Elisabeth-Stiftung ausrichten, sind ein eher kleiner Verein. Aber sie und Organisationschef Hubert Rommel haben gute Verbindungen - und wieder Gespannfahrer aus dem ganzen Südwesten und darüber hinaus nach Laupheim eingeladen.

Als am späten Vormittag bei strahlender Sonne die Motoren knattern und die Maschinen, aufgeteilt in zwei Gruppen, zur 60-Kilometer-Tour durchs Illertal und die Umgebung starten, ergibt das eine imposante Oldtimer-Parade. Gespanne gibt es auch neu zu kaufen, aber die meisten sind kostbare und gepflegte Einzelstücke aus früheren Jahrzehnten, die nur zu besonderen Anlässen aus dem Stall kommen. Für die Sicherheit und das organisatorische Drumherum sorgen Rommel und sein Team mit geübter Hand, sie richten seit zwölf Jahren die Gespannausfahrt aus. Im vergangenen Jahr wurde sie abgesagt: Bei Regen wird nicht gefahren, auch das gehört zu den Regeln.

Diesmal hat alles gepasst – die Passagiere sind glücklich und die Teilnehmenden haben einen landschaftlich reizvollen Oberschwaben-Trip hinter sich. Start und Ziel ist traditionell die Werkstatt für behinderte Menschen in der Fockestraße, auf deren Wiese man sich hinterher zum Sommerhock mit Musik von „Acoustic Case“ zusammensetzt. Auch die vier Musiker aus Ulm sind Stammgäste der Veranstaltung und kommen jedes Jahr wieder.  

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