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01.04.2026

Gedenkfeier für 127 Gäste des Hospizes

Kirchbierlingen – Mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst hat das Hospiz St. Martinus Kirchbierlingen an die Gäste erinnert, die dort im Jahr 2025 begleitet wurden.

Jeder Name der im Jahr 2025 verstorbenen 127 Gäste des St. Martinus-Hospizes wurden zunächst vorgelesen und dann eine Kerze angezündet und vor dem Altar platziert. Foto: St. Elisabeth-Stiftung

Die katholische Pastoralreferentin Ulrike Krezdorn aus Ehingen und der evangelische Pfarrer Jochen Reusch aus Rottenacker freuten sich darüber, dass zahlreiche Verwandte und Bekannte der Einladung in die voll besetzte St. Martinus-Kirche folgten, um sich gemeinsam an schöne wie auch an schwierige Zeiten zu erinnern.
Mit viel Liebe zum Detail bereiteten zahlreiche Helferinnen und Helfer des Hospizes St. Martinus aus Haupt- und Ehrenamt den Gedenkgottesdienst vor. Auf den beiden Seitenaltären wurden die mit einem signifikanten Motiv bemalten Steine für jeden der verstorbenen Gäste ausgelegt und mit Blumen dekoriert. Nachdem der Sylvester-Männerchor aus Bad Wurzach mit Organistin Moll und dem Lied „Adoramus te, Christe“ den Einzug begleitete, übermittelte die katholische Pastoralreferentin Ulrike Krezdorn den liturgischen Gruß und richtete sodann Worte an die zahlreichen Besucherinnen und Besucher: „Uns alle verbindet die Erinnerung an einen lieben Menschen, den Sie uns im Hospiz anvertraut haben, um das letzte Wegstück miteinander zu gehen. Heute darf noch einmal Raum finden, was jeder von uns mitbringt: Trauer und Schmerz, die Klage über schwierige Zeiten und Fragen, die offen geblieben sind. Es darf aber auch Raum geben für den Dank an die gemeinsame Lebenszeit und an schöne Erinnerungen, die nach dem Tod nicht auslöschen.“ Diese Worte nahm der evangelische Pfarrer Jochen Reusch nach einem Gebet und dem Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ auf und nahm dabei direkt Bezug auf das Lied zuvor und das schöne Gefühl, sich geborgen zu fühlen und anderen Geborgenheit zu vermitteln.
Anschließend wurden alle Namen der 127 im Hospiz verstorbenen Gäste vorgelesen, dabei kurz innegehalten und als Zeichen der Anteilnahme eine entzündete Kerze vor den Altar gestellt. Nach Fürbitten und Vaterunser sowie weiteren Liedern des Sylvesterchors lud Gabriele Zügn als Leiterin des Hospizes alle Angehörigen, Freundinnen und Freunde sowie Bekannten der Verstorbenen zu einem Umtrunk mit Vesper in den Hospizhof ein. Nach dem Segen durften schließlich die Verwandten zu den Seitenaltären kommen und den bemalten Stein für ihren Angehörigen mitnehmen.

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