Schließen Menü
06.12.2016
Wohnheim St. Antonius, Laupheim

Nächstenliebe konkret beim Griechen – „schönstes Geschenk“

LAUPHEIM – „Für mich ist es am schönsten, wenn ich die glücklichen Gesichter meiner Gäste sehe. Das geht mir richtig ans Herz“, sagt Tilemachos Kerasiotis. Seine strahlende Miene bestätigt dies. Der Inhaber vom Restaurant Alexis Sorbas in Laupheim schließt alle Gäste ein, insbesondere aber diejenigen, die der schwäbische Grieche für „Gottes Lohn“ immer wieder in seinem Lokal bewirtet.

Dazu zählten alle 38 Bewohnerinnen und Bewohner und Betreuende von Haus Antonius, eine am Bronner Berg ansässige Einrichtung für Menschen mit Behinderungen des Heggbacher Wohnverbunds der St. Elisabeth-Stiftung. Anstelle von nur einem Gericht hatten sich alle im Vorfeld bereits das persönliche Wunschmenü aus der griechisch-italienischen Speisekarte aussuchen dürfen. Vorab deshalb, damit sie nicht lange warten mussten.

Die Freude bei Bewohnerschaft und Mitarbeitenden von Haus Antonius war riesig, als sie an liebevoll gedeckten Tischen die leckeren Speisen samt Getränken serviert bekamen. Tilemachos Kerasiotis, sein Sohn Manuel und die Belegschaft des Lokals schauten dann fast im Minutentakt nach dem Wohl ihrer Gäste. Immer wieder wurde der Wirt dabei herzlich umarmt. Zum Abschluss wurde Tilemachos Kerasiotis mit begeistertem Beifall beschenkt. „Bald ist Weihnachten. Da sollten die Menschen auch an ihre Mitmenschen denken, an die, denen es nicht so gut geht. Für mich selbst war dieser Abend das schönste Weihnachtsgeschenk“, meinte er sichtlich bewegt.

Die Einladung war über die Betreuer Harry Hochdorfer und Rolf Fesseler zustande gekommen, beide bekennende Griechenland-Fans und regelmäßige Gäste im „Alexis Sorbas“. Übrigens war dies nicht das erste Mal, dass Tilemachos Kerasiotis auf seine Kosten bewirtet hat. Schon mehrere Gruppen des Heggbacher Wohnverbundes waren dort eingeladen, aber auch Senioren aus dem Pflegeheim und andere Bedürftige - eben Menschen, denen der sympathische Laupheimer eine Freude machen wollte. „Genau das ist ihm auch dieses Mal wieder gelungen“, schwärmte „Haus Antonius“-Abteilungsleiterin Carmen Lang.