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17.12.2014
St. Elisabeth-Stiftung, Bad Waldsee

Unterstützung bei Fragen

BAD WALDSEE - Mit ethischen Fragen beschäftigen sich Mitarbeiter der St. Elisabeth-Stiftung Tag für Tag. Etwa wenn es um Details der Pflege bei Krankheit, Behinderung oder im Alter geht oder um Sterbebegleitung. Ein neues Ethikkomitee, aus Experten zusammengesetzt, bietet der Mitarbeiterschaft, Bewohnern oder Angehörigen künftig breite Unterstützung an.

Wie lange soll ein Mensch künstlich ernährt werden? In wie weit können Menschen mit Behinderungen Sexualität in Partnerschaften leben? Wie geht eine katholische Stiftung mit aktiver Sterbehilfe um? Diese und ähnliche Fragen werden das neue Ethikkomitee in Zukunft beschäftigen.

Besetzt ist das Gremium mit mehreren Experten, teilweise sind es Mitarbeiter der St. Elisabeth-Stiftung: Margot Fischer-Guttenberg, Juristin, Sylvia Hertzel, Altenpflegerin, Birgit Janson, Psychologin, Dr. Christoph Nonnenbroich, Onkologe und Palliativmediziner (Brückenpflege Clinic Home Interface), Giselinde Widmann, Pflegeexpertin/Qualitätsmanagement, Sr. Sonja M. Hipp, Lehrerin für Pflegeberufe und Generalvikarin Kloster Reute sowie Katharina Vannahme, Theologin und Vorsitzende des neuen Ethikkomitees.

Alle Mitglieder wurden am Montag von Annemarie Strobl, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung, bei der Gründungsversammlung in der Stiftungszentrale ins Amt berufen. Aufgrund ihrer Grundprofession bringen sie hilfreiches Wissen und Erfahrung mit, durch den gegenseitigen Austausch ergeben sich in der Beratung Synergieeffekte. Die Mitglieder des Ethikkomitees werden in Zukunft auch speziell geschult, beispielsweise zu den Formen der Beratung oder bei der Abgrenzung von Moral und Ethik.

Das Ethikkomitee ist ein Gremium, das den Betroffenen in ethischen Situationen beratend zur Seite steht, aber weder deren Verantwortung übernimmt, noch den Betroffenen die Entscheidung abnimmt. Zu seinen Aufgaben gehören vier große Bereiche: Einzelfallberatung, Mitarbeitersensibilisierung, die Entwicklung von Leitlinien und Zieldefinition, bei der es darum geht, die Intention des christlichen  Menschenbildes und die Prinzipien der katholischen Stiftung mit dem Leitbild der St. Elisabeth-Stiftung für die tägliche Arbeit zu verbinden. „Wir möchten Vor- und Fürsorge für die Mitarbeiter anbieten, damit sie bei bestimmten drängenden und wichtigen Fragen nicht alleine dastehen. Auch Bewohnern und Angehörigen steht unser Angebot offen“, unterstreicht die Vorsitzende des Ethikkomitees, Katharina Vannahme.