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24.09.2018
Geschäftsbereich Altenhilfe allgemein

Tag der offenen Tür im geplanten Hospiz

EHINGEN – Das neue Hospiz St. Martinus Alb-Donau in Ehingen (Kirchbierlingen) wird seinen Betrieb 2020 aufnehmen. Bei einem Tag der offenen Türe am Sonntag, 30. September, gestatten St. Elisabeth-Stiftung und katholische Gesamtkirchengemeinde Ehingen schon jetzt Einblicke in das historische Gebäude.

Es diente einst den Marchtaler Äbten als Sommersitz und später als Pfarrhaus. Nach Sanierung und Umbau werden in dieser stationären Einrichtung jeweils acht schwerstkranke Menschen betreut und auf ihrem letzten Weg würdevoll begleitet.

Die St. Elisabeth-Stiftung betreibt unter dem Leitsatz „Sterben ist eine Zeit des Lebens“ bereits zwei stationäre Hospize in Biberach (seit 2010) und in Ravensburg (seit 2016). In Nagold, Leutkirch im Allgäu und in Kirchbierlingen entstehen parallel drei weitere Häuser. Die Gäste sollen hier ihre verbleibende Lebenszeit so bewusst und zufrieden wie möglich erleben, sich geborgen fühlen und in Würde sterben dürfen. Palliativpflege und -medizin kommen zum Einsatz, um diese schwierige Phase so individuell und angenehm wie möglich zu gestalten.

Im neuen Hospiz St. Martinus Alb-Donau werden ab 2020 Erwachsene unabhängig von Nationalität oder Religion aufgenommen, sofern sie an einer unheilbaren Krankheit im fortgeschrittenen Stadium leiden und nicht zu Hause gepflegt oder seitens ambulanter Dienste begleitet werden können. Die stationäre Aufnahme wird möglich, wenn ein Arzt eine Notwendigkeitsbescheinigung ausstellt. Im Hospiz bemühen sich haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende um ihre Gäste. Auch Familienangehörige und Freunde werden von dem multiprofessionellen Team begleitet, unterstützt und einbezogen.

Für die Sanierung des Kirchbierlinger Bauprojektes ist die Gesamtkirchengemeinde Ehingen als Eigentümerin verantwortlich. Die Kosten für die Arbeiten am denkmalgeschützten Pfarrhaus sind derzeit mit 2,4 Millionen Euro veranschlagt. Die Pläne sehen im Erdgeschoss Empfang, Verwaltung und einen „Raum der Stille“ vor. Im ersten Obergeschoss finden sich das Gemeinschaftswohnzimmer und einige Gästezimmer. Komplettiert wird der Umbau durch einen Anbau, der den brandschutzrechtlich vorgeschriebenen zweiten Fluchtweg, den Fahrstuhl, die Küche sowie weitere Funktionsräume umfasst. Zudem soll der Anbau auch einen Wintergarten und eine Terrasse erhalten, die einen schönen Rundblick vom Bussen über Ehingen bis nach Öpfingen gestatten.

Obwohl mit der Sanierung noch nicht begonnen wurde, soll die Bevölkerung schon jetzt Zutritt bekommen in die ehemalige Abtresidenz mit ihrer besonderen Atmosphäre. Beim geplanten Tag der offenen Türe können Interessierte von 11 bis 16 Uhr das Haus besichtigen und ihre Fragen loswerden. Die St. Elisabeth-Stiftung informiert über ihre Hospizarbeit und die Kirchengemeinde präsentiert die Umbaupläne. Auch öffentliche und private Träger und Vereine, die mit dem Thema vertraut sind, werden Präsenz zeigen. Vorträge gibt’s zu den Themen „Rituale im Hospiz“ mit Christa Willburger-Roch und „Komplementäre Methoden“ mit Thomas Radau.

In einem Festzelt wird ein warmer Mittagstisch serviert und zum Nachmittagskaffee gibt’s Zopf- und Nussbrot. Für musikalische Unterhaltung sorgt der Musikverein Kirchbierlingen. Der Kindergarten wird eine Betreuung für die kleinen Besucherinnen und Besucher im Pfarrgarten oder in den Jugendräumen anbieten. Parkplätze finden sich in der Nähe.