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01.08.2019

Kooperation mit Friedrich-Adler-Realschule

LAUPHEIM - Die zum Heggbacher Werkstattverbund der St. Elisabeth-Stiftung gehörende Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) Laupheim und die Friedrich-Adler-Realschule haben ihre Zusammenarbeit mit einer Kooperationsvereinbarung auf eine neue Grundlage gestellt.

„Spiel, Spaß, Spannung“, so lautete das Motto beim Schulfest der Friedrich-Adler-Realschule, dem schließlich noch ein weiterer Punkt hinzugefügt wurde: „Vertragsunterzeichnung.“ Der Lehrkörper, die Schülerschaft, zahlreiche Eltern und auch eine große Gruppe Mitarbeitende und Beschäftigte aus der Laupheimer WfbM waren Zeugen, als Rektorin Petra Schänzle und Bereichsleiter Alexander Weiß als Vertreter des Heggbacher Werkstattverbundes die Kooperationsvereinbarung unterzeichneten.

Drumherum um diesen kurzen und formalen Akt hatte die Schule ein schwungvolles Programm gerankt, mit Trommel- und Stomp-Nummer, dem Auftritt der Cheerleaders sowie musikalischen Beiträgen.

Für Weiß ist die Vereinbarung ein vorläufiger Höhepunkt einer schon länger bestehenden Zusammenarbeit, die bereits in zahlreichen Aktionen und Projekten ihren Niederschlag gefunden hat. Er nannte einen PC-Kurs als Beispiel, das Mitmachen bei den Toleranztagen sowie einen gemeinsamen „Backtag“ und hob hervor, „dass wir die unkomplizierte und partnerschaftliche Zusammenarbeit sehr schätzen“. Sie bringe sehr stark zum Ausdruck, „dass die Vielfältigkeit unter uns normal und zur Selbstverständlichkeit geworden ist“.

Rektorin Schänzle ihrerseits stellte das große Interesse an der Kooperation aus Schulsicht heraus. Durch Praktika an der WfbM, wie durch gemeinsame Projekte, werde das „soziale wie das berufliche Lernen“ der Schülerschaft befördert. Diese erleichterten den Übergang ins Berufsleben, machten sie doch die beruflichen Perspektiven und „Berufsbilder“ sichtbar, die sich innerhalb des Heggbacher Werkstattverbunds böten. Gleichfalls danke sie daher sehr für die Bereitschaft, „mit uns die Ehe einzugehen“. Sigrid Scheiffele, Leiterin des Amts für Bildung und Betreuung bei der Stadt Laupheim, sprach denn auch nach vollzogener „Trauung“ von einer „win-win-Situation“ für die beiden Kooperationspartner.

Mit der Kooperationsvereinbarung verpflichten sich die Partner, die bewährten Angebote zu verstetigen und bei Bedarf noch zu intensivieren. Vereinbart sind regelmäßige Betriebsbesichtigungen für Schüler wie Lehrer, regelmäßige Informationen für die Schüler durch Azubis der Einrichtung sowie durch deren Schulbetreuer sowie das Angebot von Praktikumsplätzen an der WfbM, während diese umgekehrt an der jährlichen Berufsinformationsbörse an der Schule teilnehmen möchte. Im Mittelpunkt der Kooperation aber solle weiterhin die offene Begegnung von Schülern und Werkstattbeschäftigten in jedweder Form stehen.