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23.10.2019

Zehn Jahre im Dienst förderbedürftiger Kinder

LANGENAU – Die Interdisziplinäre Frühförderstelle (IFFS) Langenau unterstützt Eltern und deren Kinder im Alter von wenigen Monaten bis zum Schuleintritt, die in ihrer Entwicklung auffällig sind oder eine Behinderung aufweisen mit Diagnostik und Förderung. Jetzt hat die IFFS, die in Trägerschaft der St. Elisabeth-Stiftung steht, ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Sozialdezernent Josef Barabeisch (6. v. li.) würdigte die Arbeit der Interdisziplinären Frühförderstelle der St. Elisabeth-Stiftung in Langenau – im Bild links das Team der IFFS, die neue Leiterin der Frühförderstellen Andrea Schulz (2.v.r.) und Wolf-Dieter Korek, Leiter des Geschäftsbereich Kinder-Jugend-Familie der St. Elisabeth-Stiftung. Foto: Andrea Reck/St. Elisabeth-Stiftung

In den freundlichen Räumen der im Alb-Donau Klinikum und Gesundheitszentrum Langenau untergebrachten Einrichtung der St. Elisabeth-Stiftung kooperieren eine Heilpädagogin, eine Psychologin und eine Ergotherapeutin mit zwei Logopädinnen der benachbarten Logopädie-Praxis. Sie stehen zudem in regem Austausch mit Haus- und Kinderärzten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum und Erzieherinnen. Vor allem Letztere folgten der Einladung zum zehnten Jahrestag des Bestehens der Frühförderstelle.
Wolf-Dieter Korek, Leiter des Geschäftsbereichs Kinder-Jugend-Familie der St. Elisabeth-Stiftung, begrüßte die Besucher zusammen mit Stiftungsvorstand Peter Wittmann in der IFFS in Langenau, der neben Blaubeuren und Ehingen Dritten im Bunde der interdisziplinären Frühförderstellen im Alb-Donau-Kreis. „Wir sind sehr nah an den Familien mit unserem niedrigschwelligen Angebot“, betonte Korek. “Unsere interdisziplinäre Arbeit ist gut geeignet, drohender Behinderung zu begegnen. Gelingende Frühförderung lässt massive Probleme gar nicht erst entstehen, nur ein Teil der behandelten Kinder benötigt später sonderpädagogische Betreuung“. Dafür dankte Korek dem Team und begrüßte die neue Leiterin der Einrichtung, die Psychologin Andrea Schulz. Annika Dangel dankte er für die zweijährige kommissarische Leitung.
Die Förderung ist für die Eltern kostenlos und wird durch die Krankenkassen und den Landkreis finanziert. Dessen Vertreter, Sozialdezernent Josef Barabeisch, übermittelte die Grüße des Landrats des Alb-Donau-Kreises Heiner Scheffold. „Seit zehn Jahren stellen Sie hier Weichen für die positive Entwicklung von Kindern“, lobte er die Arbeit des Teams. „Gerade auch für Eltern und Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, sind Sie eine wertvolle Hilfe.“ Der Sozialdezernent dankte der St. Elisabeth-Stiftung für die gute Partnerschaft und den Anwesenden für das bestens funktionierende Netzwerk. „Leider gibt es derzeit für Ratsuchende eine lange Warteliste. Wir arbeiten daran", versprach Barabeisch.
2018 hat das Team der IFFS Langenau 106 Kinder (73 Jungen und 33 Mädchen) gefördert, in allen drei IFFS des Landkreises waren es 334 Kinder. „Kinder sind unser wertvollstes Gut. Mit 298.000 Euro unterstützt der Kreis im laufenden Jahr daher die Frühförderung“, beschloss der Sozialdezernent seine Ausführungen.
Im Anschluss fand ein reger Austausch statt zwischen den Besucherinnen und Besuchern und den Mitarbeitenden der St. Elisabeth-Stiftung, deren Vorstand Peter Wittmann es sich ebenfalls nicht nehmen ließ, der IFFS zum zehnten Jubiläum zu gratulieren.