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10.10.2017
Geschäftsbereich Altenhilfe allgemein

Tag der Bewohnerfürsprecher

BAD WALDSEE/REUTE – Zum zweiten Mal hat der Geschäftsbereich Altenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung die Bewohnerfürsprecher und –beiräte aller Standorte zu einem Tag der Begegnung eingeladen. Das Treffen im Kloster Reute hat den Teilnehmenden viele Informationen und Anregungen sowie Gelegenheit zum Austausch sowohl mit Geschäftsbereichsleiterin Annette Köpfler als auch untereinander geboten.


Sr. Franziska führte im Rahmen des Bewohnerfürsprechertags durch das Kloster Reute. Foto: St. Elisabeth-Stiftung

Während einer einstündigen Gesprächsrunde stand Annette Köpfler den Bewohnerfürsprechern Rede und Antwort. Sie informierte u.a. über die EMAS-Zertifizierung der Stiftung, den neuen Wohnpark in Meckenbeuren, zwei geplante Hospize in Nagold und Leutkirch sowie die Übernahme der Trägerschaft des bisher städtischen Pflegeheims in Ochsenhausen.

Mit Angelika Grimm und Christian Glage stellte sie die beiden neuen Bereichsleitungen in der Altenhilfe für die Räume Biberach-Alb-Donau und Ravensburg vor. Ihr Hinweis, dass die St. Elisabeth-Stiftung bereits dabei ist, bis 2019 die Vorgaben der Landesheimbauverordnung – u.a. ausschließlich Einzelzimmer und Wohngruppen für höchstens 15 Personen – umzusetzen, veranlasste einen der Teilnehmer zur Frage, inwieweit sich „der Staat mit Zuschüssen daran beteiligt, seine Forderungen umzusetzen“.

Die Leiterin des Geschäftsbereichs Altenhilfe teilte mit, dass hierfür keine Zuschüsse zu erwarten seien. Dadurch erhöhe sich der Investitionskostensatz, Pflege werde also wieder teurer, nachdem für viele Bewohner das letzte Pflegestärkungsgesetz zunächst für eine Entlastung gesorgt hat. „Diese Situation ist auch für uns unbefriedigend. Wir müssen wieder zu einer Finanzierung kommen, die von normalen Renten und Vermögen bezahlt werden kann. Im Moment geht es in eine andere Richtung.“

In diesem Zusammenhang fragte eine andere Bewohnerfürsprecherin: „Gibt es denn keine Lobbyisten für Alte?“ Annette Köpfler berichtete, dass Trägerverbände wie etwa die Caritas durchaus Lobbyarbeit betreiben. Dies sei „sehr mühsam“, jedoch habe sich beispielsweise im ambulanten Bereich durch die in den vergangenen Jahren beschlossenen Gesetze „schon viel getan.“ Rudolf Hartmann, Bewohnerfürsprecher in Laupheim und Kreisseniorenrat in Biberach sagte, dass man die Themen aufnehmen und auf Landesebene besprechen werde.

Auf die Bitte aus der Runde, Einrichtungsleitung und Fürsprecher „frühzeitig über anstehende Entscheidungen bezüglich Bauvorhaben oder Umzugsplänen zu informieren“, versprach Annette Köpfler eine Einbeziehung, „sobald wir selbst wissen, wie es weitergeht.“ Den Vorschlag eines Teilnehmenden, eine „Springergruppe“ zu schaffen, die bei Personalengpässen – etwa infolge Langzeiterkrankungen von Mitarbeitenden – aus der Personalnot helfen könne, werde im kommenden Jahr „auf die Agenda gesetzt und geprüft“, versicherte Annette Köpfler.

Um die Altenhilfe der Stiftung grundsätzlich für Pflegekräfte attraktiv zu machen, schaue man in erster Linie, dass es „unseren Azubis gut geht“. So seien etwa zwei zentrale Stellen für die Auszubildenden-Begleitungen neu geschaffen worden, die im Moment besetzt werden. Außerdem ermögliche staatliche Förderung inzwischen Pflegehilfskräften eine Ausbildung – „da sind viele Top-Kräfte dabei“. Und nicht zuletzt seien alle Einrichtungen aufgerufen, Ausbildungsstellen für geflüchtete Menschen zu schaffen.

Vor der Gesprächsrunde hatten Hospizleiter Tobias Bär und Stiftungsseelsorger Ralf Weber in einem anschaulichen Rollenspiel das Konzept „Palliative Pflege“ sowie die Inhalte der innerhalb der Stiftung neu eingeführten „Abschiedsbox“ vorgestellt. Außerdem erfuhren die Teilnehmenden bei einer Führung durch Schwester Franziska Wissenswertes über das Kloster Reute, den Ursprung der St. Elisabeth-Stiftung. „Wir nehmen auch Ihre Anliegen in unser Gebet auf“, betonte Schwester Franziska dabei die enge Verbindung zwischen Kloster und Stiftung.

Abgerundet wurde der Tag mit einer vergnügten Einstimmung durch Claudia Ziegler, Wohnparkleiterin in Blitzenreute, und einem besinnlichen Impuls am Ende in der Kapelle Terra Sancta des Klosters. Das nächste Treffen in dieser Runde soll im ersten Halbjahr 2019 im Jordanbad stattfinden.