„Voices Alive“ begeistern und spenden
KIRCHBIERLINGEN – Angeführt von ihrem Chorleiter Dietmar Ernst hat der Ulmer Chor „Voices Alive“ in der voll besetzten Kirche St. Martinus in Kirchbierlingen mit seinem Programm „Sehnsucht, Hoffnung, Licht“ begeistert, das zum Abschluss noch um vier Stücke unter dem Motto „Frieden“ erweitert wurde. Die leidenschaftlich gesungenen Lieder des Gospel-Chors wurden teilweise mit Klavier, Querflöte oder Bongos unterstützt. Die Spenden des Benefiz-Konzerts kommen dem Hospiz der St. Elisabeth-Stiftung in Kirchbierlingen zugute.

Bildunterschrift: Überblick: Zahlreiche Besucher wollten sich das Konzert des Ulmer Gospelchors „Voices Alive“ nicht entgehen lassen.
Früh schon füllte sich die Plätze in der St. Martinus-Kirche Kirchbierlingen. Die ersten Besucher wollten nichts von dem Klangerlebnis verpassen, das sie sich von „Voices Alive“ versprachen. So konnten die 29 Sängerinnen und Sänger sowie ihr Dirigent Dietmar Ernst zu Beginn des Konzerts auf die voll besetzten Bankreihen blicken, als sie vom Haupteingang hinten kamen, um vorne vor dem Altar Aufstellung zu nehmen. Die Einrichtungsleiterin des Hospizes, Gabriele Zügn, begrüßte die Besucher mit den Worten „Die Welt ist klein“, denn Chorleiter Dietmar Ernst und sie kennen sich eigentlich aus den jungen Erwachsenentagen. Der erneute Kontakt kam über die Sängerin Isabell Schirmer zustande, die im Hospiz arbeitet. „Nun freuen wir uns ganz besonders, dass dieser Chor zum zweiten Mal für ein Benefiz-Konzert in Kirchbierlingen auftritt“, bedankte sich Zügn für die Unterstützung des Hospizes, das die Spenden dieses Benefiz-Konzerts in Höhe von 2.565 € Eins zu Eins nutzen kann.
Sängerin Carolin Hürster führte die Besucher durch das Programm. Das Motto des Konzerts mit den Begriffen „Sehnsucht, Hoffnung, Licht, Frieden“ solle den Menschen in diesen turbulenten Tagen auf der Welt etwas Positives mitgeben. So seien alle herzlich eingeladen, den Chor bei zwei Liedern mit jeweils dem Refrain des Liedes zu unterstützen. Hinten auf dem Konzertprogramm standen dafür Liedtexte mit Noten.
Unter einem enthusiastischen Chorleiter Dietmar Ernst entführte der Gospel-Chor schnell in eine andere Welt, man begann zu träumen, viele wippten mit den Füßen im Takt oder schwenkten ihren Oberkörper leicht mit. Zunächst ging es um Sehnsucht – nach Gerechtigkeit, nach Frieden, nach einem erfüllten Leben. Im zweiten Teil stand die Hoffnung im Zentrum – in trüben Tagen, auf eine intakte Natur, durch Vertrauen auf Gott. Im dritten Teil ging es um das Licht: „Lass mein Licht leuchten“, „Wir gehen im Lichte Gottes“, „Gott ist und bringt das Licht und die Liebe“ waren Leitgedanken. Mit dem Thema Frieden ummantelte der letzte Teil das ganze Konzert, denn es ging um die Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit – weltweit. „Frieden kann nur entstehen, wenn jeder von uns in Frieden leben will“, sagte Sängerin Carolin Hürster dazu.
Hospiz-Leiterin Gabriele Zügn bedankte sich bei den zahlreichen Besuchern für ihr Interesse – aber auch für deren Spenden. Denn vieles, von dem der Chor sang, werde im Hospiz gelebt. „Hospiz heißt Herberge – für Menschen, die unterwegs sind“, sagte Zügn und erläuterte kurz die Bedeutung ihrer Einrichtung für Menschen, die auf ihrem letzten Weg sind: „Mehr als 500 Menschen haben wir schon bis in den Tod begleitet. Wir tragen deren Gefühle mit, ihre Sorgen und Ängste, ihre Hoffnungen. Wir sind für sie da.“ Dafür werde das Hospiz leider nur zu 95 Prozent von den Krankenkassen unterstützt. So sei ihre Einrichtung auf Spenden angewiesen. „Mit einer Zugabe von „Wana baraka“ endete das Konzert und großem Applaus.
