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26.08.2025

Übung der Feuerwehr verläuft ruhig und gekonnt

Fronreute-Blitzenreute – Was ist, wenn es brennt? 22 Feuerwehrleute von der Freiwilligen Feuerwehr Fronreute haben kürzlich im Wohnpark St. Martinus in Blitzenreute geübt. Sie haben trainiert, wie sie im Ernstfall Bewohnerinnen und Bewohner in Sicherheit bringen.

Freuen sich über die gelungene Brandschutzübung: Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnparks St. Martinus, Wohnparkleiterin Claudia Ziegler (Mitte, mit gelb-blauer Warnweste), Brandschutzbeauftragter Kurt Heine (zweiter von links), Bewohnerfürsprecherin Doris Schall (erste Reihe, dritte von rechts) sowie die Feuerwehrleute von der Abteilung Blitzenreute der Freiwilligen Feuerwehr Fronreute. (Foto: St. Elisabeth-Stiftung/Elke Oberländer)

Vor dem Wohnpark St. Martinus fährt ein Feuerwehrauto vor. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die die Aktion bereits gespannt erwarten, wundern sich: Die Feuerwehrleute stürmen nicht sofort ins Gebäude. Stattdessen öffnen sie im Eingangsbereich zunächst einen roten Kasten mit der Aufschrift FIZ. Das „Feuerwehr-Informationszentrum“ mit Verbindung zu allen Brandmeldern zeigt an, dass es in Zimmer 17 brennt. Noch ein Blick auf den Lageplan, dann geht es los.

Mit Atemschutz, Schläuchen und Wärmebildkamera laufen die Feuerwehrleute ins Gebäude. Vor Zimmer 17 klebt ein Zettel, auf dem steht: „Verraucht. Nur am Boden ist Sicht vorhanden.“ Am Türrahmen wird ein Brandschutzvorhang angebracht, bevor zwei Feuerwehrleute die Tür vorsichtig öffnen und auf allen Vieren in den Raum vordringen. Im Zimmer finden sie Lotta im Bett, Leah in einem Rollstuhl und Helene im Bad. „Wir sind die Opfer“, sagen die drei Mädchen von der Jugendfeuerwehr.

Der Rollstuhl ist schnell aus dem Zimmer geschoben. Am Bett greifen die Feuerwehrleute rechts und links unter die Matratze, ziehen die Enden des Rettungstuchs heraus und fixieren sie über Lotta. Jetzt können sie die Matratze samt Mädchen im Stück aus dem Zimmer ziehen. Helene wird im Bad eine gelbe Fluchthaube über den Kopf gezogen. So ist sie bei ihrer Rettung vor Rauch geschützt.

Währenddessen evakuieren andere Feuerwehrleute den Essbereich des Wohnparks. Im Nachgang wollen sie von Pflegedienstleiterin Martina Pfarr wissen, wie man Menschen am besten von einem Sessel in einen Rollstuhl umsetzt, um sie in Sicherheit zu bringen. „Das ist alles sehr ruhig abgelaufen, da war keine Hektik drin – das ist für die Bewohnerinnen und Bewohner sehr wichtig“, lobt Bewohnerfürsprecherin Doris Schall.

Auch Patrick Diesch, Kommandant der Abteilung Blitzenreute der Freiwilligen Feuerwehr Fronreute, findet die Übung „super gelungen.“ Im Ernstfall wären nach der Feststellung, dass es sich um einen bestätigten Brand handelt, die Abteilung Fron­hofen der Feuerwehr Fronreute sowie Spezialfahrzeuge der Überlandwehr nachalarmiert worden, erklärt er. Diese wären innerhalb weniger Minuten vor Ort.

Ebenfalls sehr zufrieden ist Kurt Heine. Der Brandschutzbeauftragte der St. Elisabeth-Stiftung ist zuständig für Flucht- und Rettungspläne sowie Brandschutzordnungen in 140 Gebäuden an 40 Standorten. Brandursachen sind nach seinen Worten oft die Akkus von Mobiltelefonen, elektrische Geräte, oder dass jemand mit Feuer hantiert. Genau verfolgt hat auch Hausmeister Thomas Müller-Haußmann die Übung. Er achtet darauf, dass alle notwendigen Gerätschaften immer gut zugänglich sind.

„Solch eine super ausgeführte Übung beruhigt unheimlich“, versichert Wohnparkleiterin Claudia Ziegler. Sie dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz und für die immer sehr gute Zusammenarbeit. 

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