Das Gästehaus St. Theresia schließt zum 31.10.2025
BAD WALDSEE - Die St. Elisabeth-Stiftung wird das Gästehaus St. Theresia in Eriskirch zum 31. Oktober 2025 schließen und sich von der Liegenschaft trennen. Damit schließt ein Standort, der über die Jahre trotz umfangreicher Investitionen und neu entwickelter Konzepte nicht nachhaltig in eine wirtschaftlich tragfähige Zukunft geführt werden konnte.

Das Gästehaus St. Theresia in Eriskirch schließt Ende Oktober. Foto: Felix Kästle Archiv/St. Elisabeth-Stiftung
„Die Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen“, betont Matthias Stöckle, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung. „Wir wissen um die Auswirkungen auf die Mitarbeitenden und die Gemeinde Eriskirch. Zugleich sind wir stets gefordert, unsere Mittel verantwortungsvoll einzusetzen – dort, wo wir Menschen mit den unterschiedlichsten Unterstützungs- und Hilfebedarfen unmittelbar begleiten, betreuen und stärken können.“ Die Stiftung wird Gäste, Partner, Zulieferer und Mieter zeitnah über die anstehende Schließung informieren.
Gründe für die notwendige Schließung
In den vergangenen Jahren wurden umfangreiche bauliche Ertüchtigungen vorgenommen. Trotz intensiver Bemühungen ließ sich jedoch keine wirtschaftlich tragfähige Auslastung erreichen. Zudem stehen auch künftig erhebliche betriebsnotwendige Investitionen an, die das Defizit in den Prognosen vergrößern.
Mitarbeitende im Fokus
Von der Schließung sind alle Mitarbeitenden des Gästehauses betroffen. Gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung hat die Stiftung eine sozialverträgliche Vereinbarung erarbeitet. Ziel dieser Vereinbarung ist es, die Folgen der Schließung für die Mitarbeitenden abzufedern. Bei der Neuorientierung wird sie die Stiftung aktiv unterstützen, „indem wir Kontakte zu partnerschaftlich verbundenen Gastronomie- und Hotelbetrieben sowie zu sozialen Trägern in der Region herstellen“, sagt Manuela Häußermann, Personalleiterin der St. Elisabeth-Stiftung.
Ein besonderer Dank spricht die St. Elisabeth-Stiftung den Mitarbeitenden des Gästehauses aus, die sich in den letzten Jahren mit viel Einsatz und großer Gastfreundschaft für das Wohl der Gäste engagiert haben. „Ihr Engagement verdient höchste Anerkennung – umso schmerzlicher ist es, dass unsere Bemühungen nicht zu einer dauerhaften Perspektive geführt haben“, so Matthias Stöckle.
