Zeichen der Ermunterung und der Unterstützung
BIBERACH – Beim jährlichen Welthospiztag am Samstag, 11. Oktober, sollen wieder tausende Kerzen an den Fenstern symbolkräftige Zeichen der Solidarität mit Schwerkranken und Sterbenden setzen und gleichzeitig Aufmerksamkeit auf die Hospizarbeit lenken.

Erhoffen sich wieder eine große Resonanz auf ihre Aktion Hospizlicht. Sechs Dienste und Einrichtungen stehen in der Stadt Biberach dahinter. Foto: Thomas Vogel/St. Elisabeth-Stiftung
Es ist eine noch junge Tradition, dass am Welthospiztag in der Stadt Biberach wie in all den Orten, wo es Einrichtungen und Dienste der Hospizarbeit und der Palliativversorgung gibt, bei Einbruch der Dunkelheit Kerzen an den Fenstern entzündet werden. „Das Hospizlicht ist ein Zeichen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat“, erläutert der Biberacher Dekan Matthias Krack, der auch 2. Vorsitzender des beteiligten Fördervereins Hospiz Landkreis Biberach ist.
Die Aktiven in der Hospizarbeit verbinden mit dieser Aktion zugleich ganz praktische Erwartungen. Die Kerzen selbst, vor allem aber ihr Verkauf auf Wochenmärkten und in Geschäften, schaffe Aufmerksamkeit für die Dienste und Einrichtungen, von denen betroffene Angehörige oft gar nichts wüssten. „Aus Gesprächen entwickeln sich immer wieder enge Kontakte und schließlich Hilfestellungen“, resümiert Yvonne Stimpfle, die im Palliativteam Biberach aktiv ist.
Mit im Boot sind ferner die Arbeitsgemeinschaft ambulante Hospizdienste der Caritas Biberach-Saulgau, das Sana-Klinikum, die Hospizstiftung Biberach sowie das Hospiz Haus Maria der St. Elisabeth-Stiftung, welches unter seinem Leiter Tobias Bär die Aktion initiiert hat. Eva Sorg von der Hospizstiftung Biberach und Siglinde von Bank von der Caritas Biberach Saulgau erhoffen sich eine ähnlich große Beteiligung wie in den Vorjahren, als landkreisweit rund 2500 Kerzen eine Käuferin oder einen Käufer fanden. Ab Samstag, 4. Oktober, sind sie in Biberach für zwei Euro unter anderem in der Stadt- und der Wieland-Apotheke, in der Stadtbuchhandlung Biberach, dem Weltladen und weiteren Geschäften, aber auch in Kirchen und dem Sana-Klinikum erhältlich. Verkaufsstellen gibt es ferner überall dort, wo ambulante Hospizgruppen aktiv sind.
