Jahresbericht 2025: 25 Jahre Stiftung
BAD WALDSEE – Der neue Jahresbericht der St. Elisabeth-Stiftung blickt auf ein besonderes Jahr zurück und zeigt, wie eine der größten Sozialstiftungen Baden-Württembergs Tradition und Zukunft verbindet.

Der neue Jahresbericht 2025 der St. Elisabeth-Stiftung ist in einer Auflage von 2.800 Stück erschienen. Foto: St. Elisabeth-Stiftung
Die St. Elisabeth-Stiftung hat ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Auf 32 Seiten gibt er Einblick in ein Jahr, das für die Stiftung ein ganz besonderes war: 2025 feierte sie ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Haus am Stadtsee in Bad Waldsee. Vor einem Vierteljahrhundert gründeten die Franziskanerinnen von Reute die Stiftung, um ihre sozialen Werke sicher in die Zukunft zu führen. Was damals begann, ist heute eine der bedeutendsten Sozialeinrichtungen der Region: In der St. Elisabeth-Stiftung inklusive ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen haben sich im vergangenen Jahr 3.118 Mitarbeitende aus mehr als 60 Nationen um 7.464 Menschen gekümmert.
Tradition trifft Zukunft
Die Kernaufgaben der Stiftung – Altenhilfe, Behindertenhilfe, Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien sowie gesundheitsfördernde Angebote – sind seit der Gründung unverändert. Was sich verändert hat, sind die Rahmenbedingungen: Kostendruck, gesetzliche Anforderungen und gesellschaftliche Veränderungen fordern die Stiftung täglich heraus. „Wir sind da und helfen, wenn Menschen und brauchen – heute wie damals", betont Vorstandssprecherin Andrea Thiele. „Unserer Mission und unseren Werten wollen wir treu bleiben."
Der Austausch mit der Politik ist für die St. Elisabeth-Stiftung längst ein selbstverständlicher Teil der Arbeit. Auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene setzt sie sich für bessere Rahmenbedingungen in der Sozialbranche ein – mit konkreten Ergebnissen: So wurde eine wesentliche Erleichterung bei den Prüfungen der Pflegeheime erreicht. Statt jährlicher Regelprüfungen durch die Heimaufsicht sind diese künftig im Fünf-Jahres-Rhythmus möglich – anlassbezogene Prüfungen bleiben selbstverständlich jederzeit möglich.
Hospizarbeit: Sterben in die Mitte der Gesellschaft holen
Ein besonderer Meilenstein des Jahres 2025 war die Eröffnung des siebten Hospizes – mitten im Herzen von Böblingen, in Bahnhofsnähe. Die St. Elisabeth-Stiftung ist die größte Anbieterin stationärer Hospize in Baden-Württemberg. „Es ist uns die letzten Jahre gelungen, Sterben in die Mitte der Gesellschaft zu holen", so Andrea Thiele. Ergänzend dazu wurde in der Altenhilfe das Modellprojekt Palliative Care erfolgreich abgeschlossen: In zwei Wohnparks wurde über zwei Jahre eine intensivere, fachkundige Begleitung am Lebensende erprobt. Die Ergebnisse wurden beim Fachtag in Heggbach einem breiten Fachpublikum vorgestellt. Sie zeigen: Mehr palliative Kompetenz verbessert die Versorgungsqualität am Lebensende spürbar und das auf allen Ebenen.
Neue Wege in der Altenhilfe und im SPZ
2025 eröffnete in Riedhausen die erste Senioren-Wohngemeinschaft der Sozialstation St. Josef Altshausen – ein Modell, das auf die wachsenden und vielfältigen Bedürfnisse einer älteren Gesellschaft antwortet. Im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) in Ravensburg, das 2025 sein 15-jähriges Bestehen feierte, wurde durch Spezialisierung und enge Kooperation mit Kinderärzten kontinuierlich daran gearbeitet, Wartezeiten für Familien zu verkürzen.
Innovation im Dienst der Menschen
Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Robotik finden zunehmend Eingang in die Arbeit der Stiftung – stets mit dem Ziel, Pflege zu verbessern und Mitarbeitende zu entlasten. Ein Beispiel: Eine Inkontinenzunterlage mit Sensor informiert das Pflegepersonal bedarfsgerecht über notwendige Wechsel – das erhöht die Pflegequalität und vermeidet unnötige Arbeitsschritte.
Aus der Werkgemeinschaft Bad Buchau kommt eine Innovation ganz anderer Art: „Zwitsch" – eine kombinierte Futter- und Nisthilfe für den Garten, die Menschen mit psychischen Erkrankungen mit großer Begeisterung herstellen. Das Produkt leistet einen Beitrag zur Artenvielfalt und zum Vogelschutz – und hätte wohl auch dem Heiligen Franziskus gefallen.
Menschen im Mittelpunkt – auch als Mitarbeitende
Die Stiftung weiß: Ohne engagierte Mitarbeitende ist ihre Arbeit nicht möglich. Mit den hauseigenen Programmen pronobis und refugium bietet sie Möglichkeiten zur fachlichen Weiterbildung und zum persönlichen Auftanken. Die St. Elisabeth-Stiftung versteht sich dabei als verlässliche Arbeitgeberin – eine, die kontinuierlich daran arbeitet, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen gerne arbeiten und sich langfristig einbringen können.
Der Jahresbericht 2025 der St. Elisabeth-Stiftung ist ab sofort verfügbar unter:
www.st-elisabeth-stiftung.de
