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21.08.2026

Inklusion (er-)leben auf dem Alb Schlosshof

Schelklingen – Für 20 Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen waren die ersten beiden Sommerferienwochen in Schelklingen ein besonderes Abenteuer. Der Familienentlastende Dienst der St. Elisabeth-Stiftung hatte die Eventlocation Alb Schlosshof gemietet, um für Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren ein abwechslungsreiches Ferienprogramm in den Sommerferien anbieten zu können.

Auf dem Spielplatz der Eventlocation Schlosshof kamen sich die Teilnehmenden zu Beginn schon nahe und tauschten sich munter aus.    Foto: Claudia Flassak/St. Elisabeth-Stiftung

Mit gemeinschaftlichen Übernachtungs- und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten im und um das Haus und in der Region vergingen die zwei Wochen wie im Flug. 
Am ersten Tag gab es beim Start erst einmal ein großes Hallo. Die teilnehmenden Kids kamen aus unterschiedlichen Ecken nach Schelklingen, die meisten aus dem Bereich Biberach und Ehingen. Nach dem ersten Kennenlernen auf dem Alb Schlosshof wurden die Zimmer bezogen: Es gab Mehrbettzimmer und Matratzenlager, die sich die Kinder noch individuell gemütlich einrichteten. Danach ging es gleich am ersten Tag auch schon auf Tour. Angesichts der heißen Temperaturen zog es alle drei Gruppen an diesem Hitzetag ins Freibad nach Münsingen. 
Geleitet wurde die Freizeit von Markus Christ und Nathalie Rester. Sie hatten davor schon mehrere Freizeiten organisiert, zum Beispiel an Pfingsten. Und doch war etwas Besonderes dabei. „Wir starten jetzt so richtig mit den Inklusiven Freizeiten“, unterstreicht Markus Christ. Denn bisher waren die Angebote lediglich für Menschen mit Beeinträchtigungen gemünzt.

Drei bis fünf Angebote, jeweils frei wählbar, wurden den Teilnehmenden jeden Tag geboten. Alle Ausflüge fanden jeweils in Kleingruppen statt. Was man am anderen Tag unternehmen wollte, wurde am Vorabend demokratisch besprochen. Teilhabe wurde damit auch bei der Programmgestaltung spürbar, trotz Mehraufwand für die Mitarbeitenden.
Jessica Mayer, Mitarbeitende, freute sich sichtlich über das internationale Team der Mitarbeitenden, darunter Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Praktikantinnen und Praktikanten. „Man kann daraus so viel machen“, schwärmte sie. Zum Beispiel gab es einen Abend mit mongolischer oder afrikanischer Küche. Denn abends wurde meistens gekocht. Dadurch gab es für die Kinder wertvolle Einblicke in andere Kulturen, in die Sprache und das Essen der Mitarbeitenden. 
Der Alb Schlosshof an sich bot schon eine Menge an Angeboten: ein Fußball- und ein Beachvolleyballplatz, eine Grillstelle und einen Spielplatz. Als Aktivitäten standen neben der Schnitzeljagd in die Umgebung noch eine abwechslungsreiche Palette zur Auswahl: Stadtbummel in Biberach, Fahrt zum Legoland Günzburg, Alpakawanderung, Kinoabend und Bauernhofbesichtigung.
Von morgens acht bis abends acht Uhr war jeden Tag Programm und dann ging es in den gemütlicheren Modus oder zu Bett. Hanna vom Bodensee staunte über den schönen Nagellack der Mitarbeiterin – auch für solche wichtigen Mädels Gespräche gab es dann noch Raum.
Das Thema der Inklusiven Freizeiten soll sich beim Familienentlastenden Dienst verfestigen und eventuell auf andere Freizeitformate ausdehnen. „Wichtig war uns einfach, dass alle hier eine gute Zeit haben – es ist ja schließlich ihr Urlaub“, unterstreicht Markus Christ. Dieses Ziel wurde erreicht, alle hatten eine Menge Spaß, aber mehr noch: Auf dem Alb Schlosshof wurde durch den Austausch von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung Inklusion ganz selbstverständlich gelebt. Für alle war es eine spannende und wertvolle Erfahrung. 

Nähere Infos zu weiteren Angeboten und Kontaktaufnahme:
St. Elisabeth- Stiftung, Familienentlastender Dienst, Telefon 07351 30055 25, E-Mail: fed@st-elisabeth-stiftung.de

 

 

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