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19.03.2019

SES verbindet Qualität mit sozialer Komponente

LAUPHEIM/BIBERACH - Die SES Gebäudeservice und Dienstleistungen gGmbH ist einer der fünf größten Inklusionsbetriebe in Baden-Württemberg. Für die Tochter der St. Elisabeth-Stiftung arbeiten aktuell 117 Menschen - fast die Hälfte von ihnen hat eine Behinderung. Die Firma betreibt in Biberach eine Wäscherei und bietet zwischen Ulm und Bodensee Gebäudereinigung an.

Die Wäscherei in Biberach hat Firmen, Ämter und Schulen als Kunden.

 „Wir sind das Bindeglied zwischen dem ersten Arbeitsmarkt und einer klassischen Werkstatt für Menschen mit Behinderung“, verdeutlicht Betriebsleiterin Monika Ohlinger. Auf den ersten Blick wirkt die Wäscherei der SES Gebäudeservice und Dienstleistungen gGmbH in Biberach wie jede andere Wäscherei: In einem abgetrennten Bereich stehen zwei Groß-Waschmaschinen, die von Mitarbeitern mit Mundschutz befüllt werden. Wenn die Wäsche gewaschen ist, wird sie in einen sauberen Rollcontainer gelegt und durch eine Schleuse in den Trockner-Raum gebracht Anschließend wird sie in einer anderen Ecke zusammen-  und fein säuberlich in die Zuber gelegt, die dann wiederum zu den Institutionen und Firmen gefahren werden. „Wir haben hier ein zertifiziertes Waschverfahren, so dass wir auch infizierte Wäsche waschen können“, erläutert Monika Ohlinger.
Neben dem zertifizierten Waschverfahren liegt die Besonderheit der SES Gebäudeservice und Dienstleistungen gGmbH bei den Mitarbeitern, die ihrer Tätigkeit mit großer Ernsthaftigkeit und Sorgfalt nachgehen. Zudem haben Silvia Gritz, Sigrun Ries, Karin Jäckle, Alexandra Marturar und Praktikant Alexander Gretz, die Fahrer Ralf Ott, Harald Schmid und Kemal Kül sowie Daniela Sampsell (Objektleitung) viel Freude an ihrer Tätigkeit. „Es ist eine schöne Aufgabe, die Spaß macht“, sagt beispielsweise Karin Jäckle. Sie ist eine von insgesamt neun Menschen mit Behinderung, die in dieser Wäscherei in der Saulgauer Straße 51 arbeiten. „Unsere Kunden sind froh, wenn alles ordentlich ist“, untermauert Harald Schmid, der mit dem Transporter die Wäsche fährt. Diese Qualität hat im Umkreis schon Anhänger gefunden. „Wir waschen für verschiedene Firmen, Ämter und auch Schulen“, betont Silvia Gritz.
 „Unsere Mitarbeiter sind in einem Unternehmen, in dem sie sich wohl fühlen“, verdeutlicht Monika Ohlinger und fügt hinzu: „Bei uns begeben sich die Menschen mit Behinderung einen weiteren Schritt in die Normalität.“ Und auf der anderen Seite erhielten Institutionen und Firmen neben guter Qualität Vorteile, eine individuelle Betreuung und Flexibilität. „Wir sind nicht vergleichbar mit einem herkömmlichen Gebäudereiniger und wollen das auch nicht“, macht die 49-Jährige klar.
Das gilt für die Wäscherei in Biberach, und auch für die anderen Angebote der SES Gebäudeservice und Dienstleistungen, die von den drei Objektleitungen Leutkirch/Ravensburg, Ehingen/Aulendorf und Laupheim/Biberach angeboten werden. Diese kümmern sich um ganz Oberschwaben. „Wir haben Interesse an anderen Bereichen, die für Menschen mit Behinderung geeignet sind“, deutet Betriebsleiterin Ohlinger eine Perspektive für die weitere Entwicklung des Inklusionsbetriebs an, der seit Gründung 2012 von 0 auf 117 Mitarbeiter gewachsen ist.

Zur Person:

Monika Ohlinger ist seit Oktober 2018 Betriebsleiterin der SES Gebäudeservice und Dienstleistungen gGmbH. Die Diplom-Betriebswirtin hat viel Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen gesammelt, beispielsweise bei der Erwachsenenbildung, bei einer Arbeitsvermittlung oder im Außendienst bei einem Chemiehersteller. Neben ihrer Ausbildung zur Diplom-Betriebswirtin ist sie Fachwirtin für Reinigungs- und Hygienemanagement. „Wir arbeiten mit Menschen mit Behinderung respektvoll zusammen und leisten damit eine wertvolle Arbeit für die Gesellschaft“, sagt die 49-Jährige verheiratete Allgäuerin.