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16.12.2019
Stiftungsverwaltung

Hüter des franziskanischen Erbes

BAD WALDSEE – Der Stiftungsrat der St. Elisabeth-Stiftung hat in seiner Sitzung vom 13. Dezember 2019 sein dienstältestes Mitglied Superior i.R. Martin Sayer verabschiedet. Pfarrer Sayer war seit dem 1. Januar 2005 Mitglied des Stiftungsrats und seit dem 1. Januar 2015 dessen stellvertretender Vorsitzender. Nach 15 Jahren wird für Martin Sayer 2020 Pfarrer Ulrich Steck nachrücken, der auch Sayers Nachfolger als Superior im Kloster Reute ist.

Sie verabschiedeten Superior i.R. Martin Sayer (Mitte) aus dem Stiftungsrat der St. Elisabeth-Stiftung (von links), Matthias Ruf (Vorstand), Dr. Rainer Öhlschläger (Vorsitzender des Stiftungsrats), Sr. Maria Hanna Löhlein (Generaloberin der Franziskanerinnen von Reute und Mitglied des Stiftungsrats) und Peter Wittmann (Vorstand). Bild: St. Elisabeth-Stiftung

„Als Stiftungsrat haben wir darauf zu achten, dass das Stiftungskapital erhalten bleibt. Dazu gehört die Wirtschaftlichkeit und dass die Angebote und Projekte der Stiftung hohen professionellen Qualitätsansprüchen genügen“, sagte Dr. Rainer Öhlschläger, der Vorsitzende des Stiftungsrats, bei der Verabschiedung von Martin Sayer. „Zentraler Bestandteil des Stiftungskapitals ist aber auch das, was wir als franziskanisches Erbe benennen. Herr Sayer hat es im Stiftungsrat mit seinen Impulsen, Fragen und Interventionen verstanden, dass dieses Erbe in konkreten Haltungen anschaulich und vermittelbar wird.“
Auch Martin Sayer selbst sieht es im Rückblick als eine der zentralen Aufgaben seiner Amtszeit an, das Erbe der Franziskanerinnen von Reute als Gründerinnen der St. Elisabeth-Stiftung zu bewahren und weiterzuentwickeln: „Nachdem immer weniger Schwestern in den Einrichtungen mitarbeiten konnten, stellte sich verstärkt die Frage der Begleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagte Martin Sayer. „Die St. Elisabeth-Stiftung hat als eine der ersten Institutionen ein Seelsorgekonzept entwickelt, das inzwischen beispielhaft auch für andere Einrichtungen ist.“
Der 73-Jährige erinnert sich noch gut an seinen Start im Stiftungsrat: „Gleich zu Beginn stand der Verkauf des Elisabethen-Krankenhauses in Ravensburg auf der Tagesordnung. Eine schwierige Entscheidung.“ Der Stiftungsrat sei damals zudem vor der Herausforderung gestanden, bisher eigenständige Einheiten - von den Heggbacher Einrichtungen, Altenhilfeeinrichtungen und Sozialstationen bis hin zum Jordanbad - unter dem Dach der neugegründeten Stiftung zusammenzuführen, so Martin Sayer. Bei der Entwicklung der Stiftung in den letzten Jahren  hebt er zwei Bereiche hervor: „Die Hospizarbeit mit den Häusern in Biberach, Ravensburg, Leutkirch und Nagold stehen für das an den Bedürfnissen der Menschen orientierte und zukunftsfähige Engagement der Stiftung“, betonte Martin Sayer. „Das gilt auch für den Ausbau des Geschäftsbereichs Kinder-Jugend-Familie. Ein Highlight ist sicher der Neubau der Schule St. Franziskus für junge Menschen mit Behinderung in Ingerkingen.“
In seiner Funktion als Stiftungsrat wirkte Martin Sayer auch bei der Neubesetzung des Vorstandes der St. Elisabeth-Stiftung mit. Für den aktuellen Vorstand bedankte sich dessen Sprecher für die Zusammenarbeit: „Martin Sayer hat unser Leitbild mit Leben gefüllt: Er war immer da und half, wenn Menschen und wir ihn brauchten: Als Mensch, als Berater, als Mitstreiter, als Wegbegleiter, als Impulsgeber und Vorbild“, sagte Peter Wittmann. „Wir haben ihm viel zu verdanken und wir werden ihn im Stiftungsrat vermissen. Deshalb sind wir froh, dass er auch im Ruhestand und nach Ausscheiden aus dem Stiftungsrat eng mit uns und der Stiftung verbunden bleibt.“

Der Stiftungsrat der St. Elisabeth-Stiftung
Der Stiftungsrat berät und beaufsichtigt die St. Elisabeth-Stiftung als unabhängiges Kontrollorgan. Aktuell gehören dem Stiftungsrat Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Diözesan-Caritasdirektorin und Vorstand beim Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.), Dr. Monika Stolz (Ministerin a.D.), Thomas Munding (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim), Margot Fischer-Guttenberg (Rechtsanwältin), Sr. Rebecca Maria Langer (Mitglied des Generalrats der Franziskanerinnen von Reute), Sr. Maria Hanna Löhlein (Generaloberin der Franziskanerinnen von Reute) und als Stiftungsratsvorsitzender Dr. Rainer Öhlschläger (ehemaliger Leiter des Tagungshauses Weingarten der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart) an. Auf Martin Sayer (Diözesanpriester und ehemaliger Superior im Kloster Reute) folgt im neuen Jahr Pfarrer Ulrich Steck, der auch Sayers Nachfolger als Superior im Kloster Reute ist.