Schließen Menü
11.05.2020

Muttertagsgruß mit Rosen und Volksliedern

BAD WALDSEE – Mit roten Rosen und einem gemeinsamen Singen hat Heidi Schreiber am Muttertag die Bewohner des Pflegeheims Wohnpark am Schloss überrascht. Die Freude über diese Aufmerksamkeit und die Gitarrenmusik von Alwin Linne waren groß. Die Senioren stimmten freudig ein in bekannte Lieder wie „Sag Dankeschön mit roten Rosen“. Daran hinderte sie auch der Mund-Nasen-Schutz nicht, den sie als Vorsichtsmaßnahme trugen.

Mit roten Rosen überraschte Pflegedienstleiter Viktor Kirchgessner Bewohnerinnen im Wohnpark am Schloss überrascht und Alwin Linne spielte an der Gitarre Volkslieder. Foto: St. Elisabeth-Stiftung/Sabine Ziegler

Das Wetter präsentierte sich zunächst regnerisch und so wurde der „Muttertagsgruß“ vom Garten ins Foyer verlegt. Dies tat dem Volksliedersingen aber keinerlei Abbruch und die Bewohner genossen das kleine Open air am Eingang sichtlich. „Damit möchten wir uns bei Ihnen allen und auch bei Ihren Angehörigen für das Durchhalten und die Geduld in der Coronakrise bedanken. Es kommen wieder bessere Zeiten und darauf freuen wir uns alle - wir sind eine große Familie hier im Wohnpark“, betonte Heidi Schreiber. Die Wohnparkleiterin hob hervor, dass man in der Seniorenwohnanlage gut durch diese schwere Zeit gekommen sei. Dank der strengen Hygiene- und Abstandsregelungen sowie der engagierten Arbeit des Pflege- und Hauswirtschaftsteams habe es keine einzige Covid-19-Erkrankung im Wohnpark am Schloss gegeben, zeigte sich Heidi Schreiber erfreut. Und jede Krise berge auch Chancen. „Diese konnten wir nutzen dank eines guten Miteinanders von Bewohnern, Mitarbeitenden und Angehörigen.“ So hätte das Team mehr Zeit gehabt für die individuellen Wünsche der Senioren, weil auch die Auszubildenden mangels Berufsschule täglich im Einsatz waren. Fortbildungen sowie Besprechungen seien ebenso entfallen wie Arzt- und Physiotherapiebesuche. „Dafür fanden jeden Tag begleitete Spaziergänge hinaus in den Schlosspark statt oder auf Wunsch ein gemeinsamer Besuch in der Hauskapelle oder in unserem wunderschönen Garten“, zeigte die Leiterin die Aktivitäten der letzten Wochen auf. Eine Mitarbeiterin brachte zur Freude der Senioren sogar zwei Haustiere von daheim mit - und der Hase und die Schildkröte durften jederzeit gestreichelt werden. Ein kleiner Maibaum schmückt derzeit den Gemeinschaftsraum im Pflegeheim, weil die Traditionsveranstaltung aufgrund des Kontaktverbotes abgesagt werden musste. „Unsere Bewohner lernten auch den Umgang mit Laptop und Tablet - so blieben sie mit ihren Familien in Kontakt und unterhielten sich im Video-Chat“, berichtet Schreiber. Und es konnten Briefe und Geschenke abgegeben werden. Auch der direkte Austausch mit Angehörigen war problemlos möglich im eingeschossig gebauten Pflegeheim. „Dieses ’Fensterln’ vor den Zimmern wurde sehr gerne angenommen und war eine gute Möglichkeit, die Mutter oder den Vater zu besuchen, ihm Trost und Mut zuzusprechen, ohne dass das Heim betreten werden musste“, sagt die Wohnparkleiterin dazu. Das Besuchsverbot in Pflegeheimen dient bekanntlich dazu, Risikogruppen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.