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Fachtag Palliative Geriatrie – Palliative Begleitung in stationären Pflegeeinrichtungen

Rückblick: Fachtag „Palliative Geriatrie“ in Heggbach
Mit großer Resonanz fand am 27. Juni 2025 in Heggbach der Fachtag „Palliative Geriatrie“ statt. Rund 170 Teilnehmende aus Pflege, Medizin, Wissenschaft, Politik, Leistungsträger und Gesellschaft kamen zusammen, um über würdige Begleitung am Lebensende zu diskutieren – engagiert, praxisnah und mit fachlicher Tiefe.
Die St. Elisabeth-Stiftung präsentierte sich einem breiten Fachpublikum und setzte wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung der palliativen Geriatrie in der stationären Langzeitpflege.
Filmbeiträge, Impressionen sowie Präsentationen und Unterlagen zu den Workshops stellen wir im Laufe der Woche hier auf unserer Website bereit.
Wir danken allen Beteiligten und Teilnehmenden für ihr Engagement – und laden Sie herzlich ein, sich zeitnah weiter zu informieren.
Denn eines ist klar: Dieser Fachtag war kein Schlusspunkt, sondern ein Auftakt. Jetzt liegt es an uns allen – über Berufsgruppen, Einrichtungen und Zuständigkeiten hinweg – gemeinsam weiterzuarbeiten. Für eine Palliative Geriatrie, die Haltung zeigt, Strukturen verändert und den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Die Workshops
„So will ich nicht mehr Leben!“
Dass uns anvertraute Menschen den Wunsch zum Sterben auf diese oder andere Weise äußern ist nicht selten. Es wird dabei nicht nur die Grenze des Lebens in den Blick genommen, sondern kann auch uns als Begleitende an Grenzen bringen. Und wenn diese Wünsche konkreter werden und der Wunsch nach Assistiertem Suizid im Raum steht, sind wir zudem auch als christliche Einrichtung und Träger nach einer Haltung gefragt, die den Begleitenden Handlungssicherheit gibt.
In der St. Elisabeth-Stiftung wurde dafür eine Handlungsempfehlung „Umgang mit Sterbewünsche und der Bitte um Assistierten Suizid“ erarbeitet, verbunden mit einem Schulungskonzept für Mitarbeitende. Dieses und die damit verbundenen Erfahrungen werden in dem Workshop erläutert und diskutiert.
Workshopleiter: Ralf Weber, Pflegefachkraft mit Zusatzqualifi kation Palliative Care, Religionspädagoge, Koordinator für Ethikberatung und Palliativ Care in der St. Elisabeth-Stiftung
Überdiagnostik und Übertherapie stellen zentrale Probleme in unserem oft von Fehlanreizen und algorithmischem Denken geprägten Gesundheitswesen dar. Medizinische Versorgung geht dann oft an einem sinnvollen und medizinethisch fundierten individuellen Lebensund Therapieziel vorbei.
Im Workshop sollen Mechanismen von „Futility“ identifiziert und vor dem Hintergrund individueller Lebenszielplanung betrachtet werden.
Workshopleiter: Dr. med. Sebastian Schiel, Facharzt für Allgemeinmedizin, Palliativmediziner, Psychotherapeut, Psychoonkologe Direktor des Zentrums für Palliativmedizin am Klinikum Fulda Lehrbeauftragter, Referent und Kursleiter Palliative Care und Palliativmedizin Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der Fachgesellschaft für Palliative Geriatrie (FGPG)
Haltung und Kompetenzen zur palliativen Grundversorgung von Bewohner*innen in der stationären Langzeitpfl ege sind wichtiger Bestandteil der würde- und wertvollen End-of-Life Care.
Demgegenüber ist die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eine interdisziplinäre Ergänzung zur Versorgung schwerstkranker und hochsymptomatischer alter Menschen mit und ohne Demenz. Voraussetzungen und Leistungen der SAPV werden richtliniengemäß defi niert, also ist doch alles ganz klar – oder?
Ein Workshop für alle, die da noch ein paar Fragen offen haben.
Workshopleiterin: Dr. med. Monika Fuchs, Palliativmedizinerin im SAPV-Team Ulm, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für geriatrische Forschung am Agaplesion Bethesda Klinikum Ulm, Ethikberaterin im Gesundheitswesen K1 nach AEM, Mitglied des Vorstands der Fachgesellschaft für Palliative Geriatrie (FGPG)
Palliative Care stellt den unheilbar Erkrankten und sterbenden Menschen, sowie dessen An – und Zugehörige in den Mittelpunkt. Ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität und Selbstbestimmung in Verbindung mit ganzheitlicher Begleitung stehen im Vordergrund. Dies erfordert ein frühzeitiges Erkennen und miteinbinden von Palliative Care sowie eine adäquate Vernetzung.
Die GVP leistet einen wertvollen Beitrag in der Ermittlung von Wertevorstellungen, Bedürfnissen und Wünschen, umgrundlegende Entscheidungen für die letzte Lebensphase festzuhalten.
Im Zusammenspiel kann so die individuelle Lebensqualität bestmöglich erhalten und begleitet werden.
Workshopleiterin: Irmlind Illing-Graf, Altenpflegerin mit Zusatzqualifikation Palliative Care, Gesprächsbegleiterin §132g, SGB V, Sterbebegleitung bei Menschen mit Demenz, Akupressur - Begleitende Hände in der Sterbebegleitung, Mitarbeiterin der St. Elisabeth-Stiftung
Anhand konkreter Beispiele stellen wir Ihnen den palliativen Notfallplan der St. Elisabeth-Stiftung vor und berichten über unsere Erfahrungen im Projekt.
- Wozu brauchen wir diesen Plan?
- Wozu dient er?
- Was ist zu beachten?
- Ist eine Patientenverfügung nicht ausreichend?
Anmerkungen aus hausärztlicher Sicht.
Workshopleiter: Axel Ulrich Rieber, Facharzt für Allgemeinmedizin, Klinische Geriatrie, Palliativmedizin, Spezialisierte geriatrische Diagnostik und Versorgung
Workshopleiterin: Barbara Hehl, Krankenschwester mit Zusatzqualifi kation Palliative Care, algesiologische Fachassistenz, Psychoonkologin (DKG) systemische Therapeutin (wispo), bvp-Gesprächsbegleiterin, Mitarbeiterin der St. Elisabeth-Stiftung

Workshopunterlagen zum Download
Wer nochmal reinschauen oder etwas nachlesen mächte, kann hier die Workshop-Materialien herrunterladen.
- Workshop 01: Umgang mit Sterbewünschen und die Haltung zum Assistierten Suizid in der St. Elisabeth-Stiftung
- Workshop 02: Lebensziel-/ und Therapiezielfindung zur Vermeidung von Übertherapie am Lebensende
- Workshop 03: Spezialisierte Palliativversorgung am Lebensende in der stationären Langzeitpflege – Wer braucht was?
- Workshop 04: Zusammenspiel von Palliative Care und Gesundheitlicher Versorgungsplanung am Lebensende §132g, SGB V
- Workshop 05: Der palliative Notfallplan
Vorträge und Präsentationen zum Download
- Vorstellung Modellprojekt Palliative Care - Conny Frick
- Evaluationsergebnisse - Suzan Öngel-Czekalski
- Eine Einführung in die palliative Geriatrie - Dr. Monika Fuchs & Dr. Sebastian Schiel, Fachgesellschaft Palliative Geriatrie
- Hospiz- und Palliativversorgung in der stationären Langzeitpflege – Bausteine einer würdevollen Begleitung aus Sicht der AOK Baden-Württemberg - Johannes Bauernfeind, AOK
Tagungsort Heggbach
Heggbach ist ein Teilort der Gemeinde Maselheim. In Heggbach finden Menschen mit geistigen oder mehrfachen Behinderungen verschiedenste Wohnangebote an einem traditionsreichen Ort. Von umfänglicher Begleitung bis hin zum Wohnen im eigenen Appartement - das Leben in Heggbach ist vielseitig.
In Hegbbach befindet sich seit dem Jahr 1970 auch eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM). Jahrelanges Know-how und Produktionsmaschinen auf dem modernsten Stand ermöglichen uns eine qualitätsbewusste und termingerechte Ausführung von Lohnaufträgen unterschiedlichster Art.
Bio, regional und nachhaltig - Unsere Zentralküche in Heggbach produziert täglich bis zu 2.300 Mittagessen und 840 Abendessen - seit September 2022 auch in Bio-Qualität.
Hospizstiftung Biberach
Das Modellprojekt zur Erweiterung der palliativen Kompetenz und Optimierung der palliativen Betreuung in den Wohnparks der St. Elisabeth-Stiftung und der St. Elisabeth gGmbH lief über einen Projektzeitraum vom April 2023 bis März 2025 und wurde aus Fördermitteln der Hospizstiftung Biberach finanziert. Ebenso wird der Fachtag "Palliative Geriatrie" von der Hospizstiftung Biberach finanziert.


